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Regierung verzichtet weitgehend auf Elektroautos als Dienstwagen

Berlin | Trotz Appellen für eine Verkehrswende verzichtet die Bundesregierung selbst weitgehend auf den Einsatz von Elektrofahrzeugen in den Dienstflotten der Ministerien. Das berichtet die "Welt" (Mittwochsausgabe) unter Berufung auf die Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag. Demnach wurden in den Geschäftsbereichen der Ministerien bis zum Stichtag 30. November 2018 insgesamt 8.386 Pkw mit Verbrennungsmotor gekauft oder geleast.

Die Zahl der angeschafften Elektroautos, einschließlich der Hybride, lag in den ersten elf Monaten des Jahres bei nur 253 Pkw. In den Geschäftsbereichen des Verteidigungsministeriums wurden in den ersten elf Monaten 6.475 Neuwagen angeschafft, 112 davon waren E-Fahrzeuge oder Hybride. Beim Bundesfinanzministerium waren es 999 Benziner beziehungsweise Diesel und nur sechs Stromer.

Auch Kanzlerin Angela Merkels Bundeskanzleramt und die Beauftragte des Bundes für Kultur und Medien, Monika Grütters, sind keine Vorbilder. In ihren Geschäftsbereichen wurde 2018 kein einziges E-Autos oder Hybridfahrzeuge angeschafft. Positiv stechen hingegen das Bundesumweltministerium und das Auswärtige Amt hervor, die mehr Elektroautos als Modelle mit Verbrennungsmotor bestellt haben.

Außerdem das Wirtschaftsministerium, in dem auf 25 Benziner und Diesel immerhin 17 Stromer kamen oder Andreas Scheuers (CSU) Verkehrsministerium mit einem Verhältnis von 140 konventionellen Modellen gegenüber 34 Pkw mit Elektroantrieb. Die Grünen kritisierten die magere Quote an E-Autos im Fuhrpark des Bundes. "Vor mehr als zwei Jahren hat die Bundesregierung 100 Millionen Euro in den Haushalt eingestellt, um verstärkt Elektroautos anzuschaffen. Von dem Geld sind bisher nur zwei bis drei Prozent abgeflossen", sagte Oliver Krischer, Fraktionsvize der Grünen im Bundestag, der Zeitung. "Das ist beschämend, gerade wenn man die großspurigen Ankündigungen der Bundesregierung betrachtet."

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