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Söder will Möglichkeit für Staatsbeteiligungen an Firmen nutzen

München | Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat angekündigt, dass sich der Bund und Bayern bei Bedarf im großen Stil an Unternehmen beteiligen werden. "Wir müssen verhindern, dass deutsche Unternehmen zu Übernahmekandidaten werden. Dazu könnten staatliche Beteiligungen ein wirksames Instrument sein", sagte Söder dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe).

Bayern habe einen Beteiligungsfonds mit einem Umfang von 20 Milliarden Euro aufgelegt. Der Bund habe ein ähnliches Instrument mit einem Volumen von 100 Milliarden Euro. "Wir sollten also großzügig davon Gebrauch machen, wenn es notwendig ist", so der bayerische Ministerpräsident weiter.

Dies gelte für globale Konzerne, aber auch für Mittelständler und sogenannte Hidden Champions, die ins Visier von internationalen Investoren geraten könnten. "Wir brauchen eine Liste mit den Unternehmen, die technologisch für uns unentbehrlich sind", so der CSU-Politiker. Es komme darauf an, "die wirtschaftlichen Kernkompetenzen und die Vitalität der deutschen Volkswirtschaft zu erhalten".

Deshalb seien die Bürgschaftsprogramme, Soforthilfen und auch Staatsbeteiligungen so wichtige Instrumente, sagte Söder dem "Handelsblatt". Sie dürften aber nicht die letzten bleiben. "Nach der Bewältigung der Pandemie brauchen wir ein gewaltiges Konjunkturprogramm", kündigte der bayerische Ministerpräsident an.

Die genaue Dimension hänge von der Entwicklung der Lage ab.

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