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Unionsfraktionsvize verteidigt Laschets Krisenpolitik

Berlin | Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann hat den für dessen Krisenmanagement gescholtenen nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) in Schutz genommen. Im Gegensatz zu jenen Menschen, die in der Krise "gesichert weiterarbeiten konnten, etwa wir Politiker oder Beamte", habe Corona "andere Gruppen hart getroffen", sagte Linnemann der "Neuen Westfälischen" (Donnerstagausgabe). Ihre Probleme habe Laschet "erkannt und in seine Krisenpolitik aufgenommen".

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil hatte die Politik des möglichen Unionskanzlerkandidaten Laschet in der Corona-Pandemie scharf kritisiert. Kaum jemand habe in der Krise "so viel Verunsicherung bei den Menschen ausgelöst wie Armin Laschet". Linnemann sagte, es sei "richtig, dass Laschet frühzeitig eine Debatte über mögliche Lockerungen angestoßen hat".

Das habe nicht jedem gefallen, die Debatte aber sei wichtig gewesen, "um Wege aus dem Lockdown aufzuzeigen". Aus Linnemanns Sicht ist es jedoch noch zu früh, um über die Kanzlerfrage zu streiten. Die Menschen in Deutschland, und das gelte genauso für die Union, hätten gerade ganz andere Sorgen als die Spitzenkandidatur für die Bundestagswahl.

"Spätestens aber nach dem Sommer erwarte ich eine offene Debatte über die K-Frage", sagte der Unionsfraktionsvize. "Dann sollte auch geklärt werden, ob die CSU einen Kandidaten ins Rennen schicken möchte. Das sollte vor dem CDU-Parteitag im Dezember abgeräumt sein, um Spannungen innerhalb der Union vorzubeugen."

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