Politik Nachrichten Politik Deutschland

Von der Leyen als Nachfolgerin Stoltenbergs im Gespräch

Brüssel | Im Kreis der Nato-Staaten gibt es Überlegungen, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) in zwei Jahren zur Nachfolgerin von Nato-Generalsekretär Jens Stoltenberg zu machen. Das berichtet die "Welt am Sonntag" unter Berufung auf informierte Kreise des Bündnisses. "Die deutsche Verteidigungsministerin von der Leyen genießt im Bündnis einen hervorragenden Ruf. Sie hat strategisches Gespür, sie besitzt eine große Sachkenntnis, alle Minister-Kollegen hören zu, wenn sie spricht und sie kümmert sich engagiert auch um die kleineren Länder in der Allianz", heißt es in hohen Kreisen des Bündnisses. Ein Nato-Spitzendiplomat aus einem wichtigen Mitgliedsland sagte: "Deutschland hat unter Frau von der Leyen das Engagement in der Nato deutlich verstärkt. Das ist auch der Verteidigungsministerin zu verdanken. Sie wäre eine gute Wahl für das Amt des Generalsekretärs." Bedenken gegen eine Wahl von der Leyens zur Nato-Chefin hat nach Angaben aus Bündniskreisen jedoch noch die Türkei. Die Vorbehalte gelten aber nicht als unüberwindbar.

"Ankara hat klare Erwartungen an von der Leyen, die erfüllt werden sollten", hieß es. Der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses, Norbert Röttgen (CDU), sagte der "Welt am Sonntag" mit Blick auf die Nachfolge Stoltenbergs: "Es wäre in jedem Fall schön, wenn Deutschland 25 Jahre nach Manfred Wörner den Posten des Nato-Generalsekretärs anstreben würde. Ein deutsches Interesse wäre es aber nur, wenn damit die Zusage Deutschlands verbunden wäre, unsere Verpflichtungen in der Nato zu erfüllen, vor allem die aus dem Gipfel von Wales."

Auch Florian Hahn, sicherheitspolitischer Sprecher der CSU, ist für einen deutschen Politiker als kommenden Nato-Chef: "Ich würde das absolut begrüßen. Eine deutsche Besetzung würde nicht zuletzt für eine höhere Wahrnehmung der Nato und ihrer existenziellen Bedeutung für unser Land sorgen." CDU-Verteidigungsexperte Roderich Kiesewetter (CDU) erklärte, Deutschland solle nach der Regierungsbildung "intensiv prüfen", mit welchem Personal man sich in europäischen und internationalen Organisationen Einfluss sichern wolle. "Der Nato-Generalsekretär sollte dabei nicht die letzte Priorität haben", so Kiesewetter. Auch die FDP würde einen Deutschen auf dem Sessel des Nato-Generalsekretärs begrüßen. FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff: "Ganz unabhängig von der Person wäre ein deutscher Nato-Generalsekretär prinzipiell eine gute Sache. Wir könnten damit deutlich machen, dass Deutschland sich nicht in einer isolierten Rolle sieht, sondern fester Bestandteil des Bündnisses ist." Die Amtszeit von Nato-Chef Stoltenberg läuft 2020 aus. Der frühere norwegische Ministerpräsident übt das Amt seit 2014 aus. Ursula von der Leyen wäre im Falle einer Wahl die erste Frau an der Nato-Spitze.

Zurück zur Rubrik Politik Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Deutschland

Berlin | Der neu gewählte Vorsitzende der Jungen Union (JU), Tilman Kuban, geht außergewöhnlich hart mit der Mutterpartei ins Gericht. "In den letzten Jahren haben sich viele in der CDU nicht mehr wohlgefühlt, weil wir bei unserer Ausrichtung eine Gleichschaltung erlebt haben", sagte Kuban der "Welt" (Samstagausgabe). "Wir brauchen wieder drei Flügel und Persönlichkeiten, die ihre Meinung sagen."

Berlin | Die Opposition im Bundestag bedauert, dass Union und SPD nicht bereit sind, mit Linken, Grünen und Liberalen ein gemeinsames Zeichen gegen die Diskriminierung von Sinti und Roma in Deutschland zu setzen. "Das ist ein schlechtes Signal an die Sinti und Roma in Deutschland", sagte FDP-Fraktionsvize Stephan Thomae dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Freitagsausgaben). "Bei solch einem Thema sind parteipolitische Befindlichkeiten hintenan zu stellen."

Berlin | Angesichts der Debatte um mehr Klimaschutz und CO2-Reduktion spricht sich fast jeder zweite Bundesbürger für längere Laufzeiten von Kernkraftwerken aus. Das ergab eine Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für das Nachrichtenmagazin Focus.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

KARNEVAL NACHRICHTEN

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >