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Weitere Umfragen sprechen für Söder als Kanzlerkandidaten

Berlin | Mit dem ZDF-Politbarometer ist am Freitag eine weitere Umfrage veröffentlicht worden, die in der K-Frage der Union dem bayerischen Ministerpräsidenten den Rücken stärkt. 63 Prozent der Deutschen sind demnach der Meinung, Markus Söder würde sich als Bundeskanzler eignen, von Armin Laschet sagen das nur 29 Prozent. 74 Prozent der Unionsanhänger glauben, dass CDU und CSU mit Söder das bessere Ergebnis erzielen, von Laschet sagen das 21 Prozent. Umfragen und Meinungen aus dem politischen Berlin und viel Stoff zur K-Frage in der Union.

Viel ausgeglichener ist das Rennen bei den Grünen. 43 Prozent der Grünen-Anhänger sind der Meinung, dass die Partei mit Robert Habeck ein besseres Ergebnis erzielt, 44 Prozent glauben das von Annalena Baerbock. Wieviele Deutsche überhaupt einen der beiden Grünen-Kandidaten für einen guten Kanzler hält, teilte das ZDF vorab noch nicht mit.

"Politbarometer": Streit um Kanzlerkandidatur schadet Union nicht

Der Streit um die K-Frage schadet der Union bislang offenbar nicht. CDU und CSU können im ZDF-Politbarometer sogar wieder etwas zulegen, wie die Umfrage zeigt, die von Dienstag bis Donnerstag dieser Woche erhoben wurden. 31 Prozent würden demnach aktuell eine der Unionsparteien wählen, drei Prozent mehr als bei der letzten Erhebung Ende März.

Die Grünen verlieren demnach zwei Punkte und liegen bei 21 Prozent. Auch für die SPD geht es ein Prozent nach unten auf nunmehr 14 Prozent. Die FDP liegt unverändert bei 9 Prozent, die Linke unverändert bei 7 Prozent.

Ein Prozent verliert auch die AfD, die damit aktuell auf 11 Prozent kommt. Die anderen Parteien liegen unverändert bei 7 Prozent.

INSA: Deutlich mehr Zustimmung für Union mit Söder an der Spitze

Die Union gewinnt leicht in der Wählergunst. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts INSA für die "Bild" (Freitagausgabe) kommt die CDU/CSU auf 28 Prozent und verbessert sich im Vergleich zum INSA-Meinungstrend vom vergangenen Montag um einen halben Punkt. SPD (18 Prozent) und Linke (acht Prozent) gewinnen jeweils einen Punkt hinzu.

Die Grünen (20 Prozent) verlieren einen halben Punkt. AfD (zwölf Prozent) und FDP (zehn Prozent) halten ihre Werte. Sonstige Parteien kommen zusammen auf vier Prozent (-2).

Wenn die Wähler wüssten, dass Armin Laschet Kanzlerkandidat der Union wäre, dann würde die CDU/CSU einen Punkt verlieren und kämen auf 27 Prozent. Wenn die Wähler wüssten, dass Markus Söder Kanzlerkandidat der Union wäre, dann würde die Union zehn Punkte gewinnen und käme auf 38 Prozent. INSA-Chef Hermann Binkert sagte der "Bild" dazu: "Demoskopisch ist die Kanzlerkandidatenfrage der Union klar beantwortet. Aktuell sind die Chancen von CDU und CSU, nach den Bundestagswahlen den Kanzler zu stellen, mit Markus Söder deutlich höher als mit Armin Laschet. Nur mit einem Kanzlerkandidaten Söder könnte ohne und gegen die Union nicht regiert werden. Der Kanzlerkandidat kann die Wahl entscheiden."

Für die Erhebung befragte INSA im Auftrag der "Bild" am 15. April 2021 insgesamt 1.007 Bürger.

Umfrage: Söder in K-Frage deutlich vor Laschet

Markus Söder erfährt weiter den deutlich größeren Zuspruch in der Bevölkerung als Armin Laschet. Aktuell halten 44 Prozent der Bundesbürger und 72 Prozent der Unions-Anhänger den bayerischen Ministerpräsidenten für den geeigneteren Kanzlerkandidaten, um die Unionsparteien in die Bundestagswahl zu führen, ist das Ergebnis einer Infratest-Umfrage für den ARD-"Deutschlandtrend". 15 Prozent der Bundesbürger und 17 Prozent der Unions-Anhänger sehen dagegen in NRW-Ministerpräsident Armin Laschet den geeigneteren Unions-Kanzlerkandidaten.

Jeder dritte Wahlberechtigte (33 Prozent) hält keinen der beiden Bewerber für geeignet, die CDU/CSU in die Wahl zu führen. Bevor die Grünen am kommenden Montag ihren Spitzenkandidaten für die Kanzlerkandidatur benennen, hat Annalena Baerbock einen kleinen Vorsprung vor Robert Habeck. 24 Prozent halten sie für geeigneter, die Grünen in die Bundestagswahl zu führen, 22 Prozent Habeck.

35 Prozent der Wahlberechtigten halten keinen der beiden für passend. Bei den Anhängern der Grünen ist der Vorsprung für Annalena Baerbock deutlicher: 50 Prozent würden sich für sie, 35 Prozent für Robert Habeck entscheiden. Das Meinungsforschungsinstitut Infratest befragte vom 13. bis 14. April insgesamt 1.174 Wahlberechtigte in Deutschland.

Unions-Abgeordnete sammeln Unterschriften für Votum über K-Frage

Abgeordnete der Unions-Bundestagsfraktion sammeln Unterschriften, um die Frage der Kanzlerkandidatur notfalls in der Fraktionssitzung am kommenden Dienstag zu klären. Die Liste wird vom Vorsitzenden des Europa-Ausschusses Gunther Krichbaum (CDU) organisiert, berichtet der "Spiegel" in seiner neuen Ausgabe. "Wir hoffen auf eine einvernehmliche Lösung. Aber wenn die nicht kommt, muss am kommenden Dienstag in der Fraktion entschieden werden", sagte Krichbaum dem "Spiegel". Und weiter: "Die Fraktion ist das einzige Gremium, in dem CDU und CSU gemeinsam sitzen." Die Aktion, die am Donnerstagabend gestartet wurde, geht laut Bericht auf mehrere Unions-Abgeordnete zurück.

Krichbaum gilt als Unterstützer von CSU-Chef Markus Söder im Kampf um die Kanzlerkandidatur. In der vergangenen Woche war eine ähnliche Liste bereits von 70 CDU-Abgeordneten unterschrieben worden. Ein Votum in der Fraktion gilt als letzte Option im Machtkampf zwischen CDU-Chef Armin Laschet und Söder.

Im Jahr 1979 gab es bereits einmal ein Votum über die Kanzlerkandidatur. Damals ging CSU-Chef Franz Josef Strauß als Sieger hervor.

Streit in Nord-CDU über K-Frage in der Union

Der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete Norbert Brackmann wirbt für Markus Söder (CSU) als gemeinsamen Kanzlerkandidaten von CDU und CSU. "Die Union hat die einmalige Chance, mit einem totalen Wechsel auch mit einem neuen Kandidaten bei der Bundestagswahl erneut als Sieger hervorzugehen", sagte er dem "Handelsblatt" (Freitagausgabe). Dies sei die Chance, der aufkommenden Wechselstimmung zu begegnen.

Brackmann stellt sich damit gegen Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU), der im "Spiegel" seinen bayerischen Amtskollegen Söder zum Verzicht auf die Kanzlerkandidatur auffordert. Brackmann plädiert für eine Abstimmung in der Unions-Bundestagsfraktion. "Es muss eine repräsentative Gruppe geben, die entscheidet - oder aber eine Mitgliederbefragung", sagte er.

Kubicki attackiert Söder

FDP-Vize Wolfgang Kubicki hat den bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) kritisiert. "Er ist ein gnadenloser Populist", sagte Kubicki dem Nachrichtenportal Watson. "Das waren schon andere vor ihm. Wichtig ist aber, was am Ende politisch umgesetzt wird - und dass Söder eine stringente Linie an den Tag legt, würde nicht mal er selbst ernsthaft behaupten." Mit Bezug auf die Kanzlerfrage der Union und Söders Konkurrenten, den CDU-Chef Armin Laschet, sagte Kubicki: "Bei aller Kritik an Laschet - bei dem weiß man wenigstens, woran man ist. Söder geht es um eines: nämlich Söder."

Der CSU-Chef nehme dafür auch in Kauf, "dass er die Union und die Gesellschaft spaltet", so Kubicki. "Jedenfalls hat das doch sehr markante Auftreten von Markus Söder ihm trotz seiner ziemlich negativen Erfolgsbilanz in Bayern zu einer gewissen Popularität verholfen." Aber Popularität allein helfe nicht weiter.

"Die Bundeskanzlerin ist populär und trotzdem liegt die CDU bei 27 Prozent. Die damalige SPD-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft war vor der letzten Wahl in Nordrhein-Westfalen die beliebteste Landespolitikerin und hat die Wahl gegen Armin Laschet verloren. Man sollte sich von so etwas nicht beeindrucken lassen."

Für die FDP sei eine Kanzlerkandidatur von Markus Söder hingegen vorteilhaft, so der Bundestagsvizepräsident: "Ich könnte mir keinen besseren Kandidaten als Markus Söder wünschen, weil das der FDP im Wahlkampf nur helfen würde. Und den Grünen im Übrigen auch. Wenn Söder Kanzlerkandidat wird, stellen die ein Plakat auf: `Über Söder zur Macht`."

Diese Gruppe könne die Bundestagsfraktion sein. Die Befragung würde allenfalls zweieinhalb Wochen in Anspruch nehmen. "So ein demokratischer Prozess bietet aber für die Kandidaten die Möglichkeit, gesichtswahrend aus dem Prozess heraus zu finden", so der CDU-Politiker.

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