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Symbolbild Bahntrasse

Weniger als jede zweite Bahnstrecke ins Ausland elektrifiziert

Berlin | Weniger als die Hälfte der Bahn-Grenzübergänge sind nach Auskunft der Bundesregierung elektrifiziert. Das geht aus einer Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor, über die die Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben) berichten. Demnach gibt es im deutschen Schienennetz 61 Grenzübergänge mit einem Anschluss an das Netz eines Nachbarlandes.

"27 Strecken mit Grenzübergängen sind elektrifiziert und 34 nicht elektrifiziert", heißt es in der Antwort. Die Grünen fordern von der Bundesregierung mehr Tempo bei der Schienen-Modernisierung. "In Sachen Bahnpolitik blamiert sich Deutschland mit verlässlicher Regelmäßigkeit vor unseren europäischen Nachbarn", sagte Cem Özdemir (Grüne), Vorsitzender des Verkehrsausschusses im Bundestag, den Funke-Zeitungen.

Dank "CSU-Nostalgiepolitik" könne über die Hälfte der Grenzübergänge "nur mit Dieselloks befahren werden", so der Grünen-Politiker weiter. Deutschland brauche ein Schienennetz, das mithalten kann mit der Leistungsstärke unserer Volkswirtschaft. "Alles andere ist europapolitisch peinlich, klimapolitisch schädlich und wirtschaftspolitisch untragbar", sagte Özdemir den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Bis 2030 müssten mindestens 75 Prozent des deutschen Streckennetzes elektrifiziert sein. Laut Zahlen der EU-Kommission sind in Deutschland 60 Prozent des Schienennetzes elektrifiziert. Andere Länder sind da viel weiter, vor allem die Schweiz (100 Prozent), Belgien (86 Prozent), die Niederlande (76 Prozent) und Schweden (75 Prozent).

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