Politik Nachrichten Politik Deutschland

windenergie1852013

Windenergie-Verband kritisiert "gravierende Fehlentwicklungen"

Berlin | Der Bundesverband Windenergie (BWE) wirft der Bundesregierung "gravierende Fehlentwicklungen" im Energiesektor vor. Die Ziele für Klimaschutz und Energiewende bedeuteten, "dass wir eigentlich bei der Windenergie einen Zubau von 5.000 Megawatt pro Jahr haben müssten", sagte BWE-Präsident Hermann Albers dem "Redaktionsnetzwerk Deutschland" (Dienstagausgaben). Tatsächlich würden es aber in diesem Jahr "deutlich unter 2.000 Megawatt".

Arbeitsplatzabbau im Sektor Erneuerbare Energien

Dies werde Folgen haben, "zumal noch nicht erkennbar sei, ob sich die Lage 2020 grundlegend ändern wird. Es droht ein weiterer Arbeitsplatzabbau", warnte Albers. Die Branche habe durch falsche Signale der Politik bereits mehr als 10.000 Beschäftigte verloren.

Insgesamt beschäftigen die Windkraftanlagenbauer derzeit noch rund 160.000 Frauen und Männer. Der BWE-Präsident ruft den Bund zu mehr Verbindlichkeit und Effizienz auf: "Die Bundesregierung muss im Raumordnungsgesetz des Bundes niederschreiben, dass zwei Prozent der Fläche Deutschlands für Windkraftanlagen bestimmt sind." Zudem müsse der Genehmigungszeitraum für Windenergieprojekte auf maximal ein Jahr verkürzt werden.

Es sei überdies notwendig, dass die geplanten Sonderausschreibungen für zusätzlich insgesamt 4.000 Megawatt - verteilt auf die Jahre 2019, 2020, 2021 - zu einer dauerhaften Einrichtung bis zum Jahr 2030 werden. Das Erneuerbare-Energien-Gesetz schreibt bislang vor, dass die regulären Ausschreibungen für Anlagen an Land auf eine Gesamtkapazität von jährlich 2.800 Megawatt beschränkt sind. Albers macht sich außerdem dafür stark, neue Wege für einer stärkere Akzeptanz von Windrädern zu gehen: "Wir schlagen vor, die Kommunen verbindlich an den Einnahmen von Windparks auf ihrer Gemarkung zu beteiligen. So könnten gerade in strukturschwachen Gebieten neue verlässliche Einnahmequellen entstehen."

Politische Entscheidung

Der Union wirft der Präsident des Windenergieverbandes vor, mit Blick auf die bevorstehenden Landtagswahlen in Ostdeutschland aus Angst vor der AfD bei der Energiewende zu bremsen: "Es gibt die Sorge, dass die AfD deutlich zulegt. Und da die AfD den Klimawandel und die Energiewende verneint, gibt es eine Linie bei einigen in der Union, die das Tempo beim Ausbau der Erneuerbaren nicht steigern, sondern drosseln will", beklagte Albers. "Echte Entscheidungen könnten deshalb vielleicht erst nach den Landtagswahlen stattfinden. Das wäre dann November/Dezember und deutlich zu spät."

Zurück zur Rubrik Politik Deutschland

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Deutschland

tanken_pixabay_23042019

Berlin | Der deutsche Staat verfügt über Öl-Vorräte im Wert von fast 11 Milliarden Euro und verdient damit Millionen. Das schreibt die Regierung in einer Antwort auf eine Kleine Anfrage der FDP, über die die "Bild" (Dienstagausgabe) berichtet. Demnach machte der Finanzminister mit Hilfe dieser Reserven im Zuge des Sprit-Notstands im letzten Sommer 207 Millionen Euro Gewinn: auch auf Kosten der Autofahrer.

Berlin | In der Union werden Forderungen laut, sich zeitnah auf eine Bundestagswahl vorzubereiten. "Am Tag nach der Europawahl müssen wir anfangen, an unserem Programm für die Bundestagswahl zu arbeiten", sagte Unionsfraktionsvize Carsten Linnemann (CDU) dem "Handelsblatt" (Dienstagsausgabe). "Wann auch immer die stattfindet, wir müssen vorbereitet sein." "Wir müssen als Partei noch stärker mit eigenen Themen in die Offensive kommen und eigene Themen setzen", forderte Linnemann, der auch Vorsitzender der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU ist.

Berlin | Der Präsident des Deutschen Landkreistags, Reinhard Sager (CDU), hat es als "unsäglich" bezeichnet, wie sich die Länder in der Regierungskommission "Gleichwertige Lebensverhältnisse" verhalten. Die Länder wollten dort eine Beteiligung des Bundes an der Tilgung kommunaler Altschulden, außerdem eine höhere Beteiligung des Bundes an den Kosten für Hartz-IV-Empfänger durchsetzen, sagte Sager der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Dienstagsausgabe). "Das würde bedeuten, dass die Großstädte und Ballungsgebiete entlastet werden, allen voran Berlin."

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >