Politik Nachrichten Politik Köln

diana_siebert_04112020

Diana Siebert, hier bei einem Interview im Studio von report-K, soll am 12. November zur Bezirksbürgermeisterin von Nippes gewählt werden.

5er-Bündnis regiert in Zukunft Nippes

Köln | In der Bezirksvertretung Nippes werden in Zukunft 5 Parteien und Gruppierungen zusammenarbeiten. Diana Siebert, Grüne, soll neue Bezirksbürgermeisterin werden und Marc Urmetzer, FDP, ihr Stellvertreter. Nach 2,5 Jahren soll Urmetzer von Markus Frank, Linke, abgelöst werden. Die Grünen haben nach der Wahl 6 Sitze alle anderen Kooperationspartner je 1 Sitz. Es arbeiten zusammen: Bündnis 90/Die Grünen, Die Linke, Gut, Klima Freunde und FDP.

In der Kooperationsvereinbarung betonen die Kooperationspartner, dass sie Nippes als buntes Veedel ohne Rassismus erhalten wollen. Unter anderem wollen sie 1.000 Bäume neu pflanzen und die Kempener Straße soll zu einer grünen Oase werden. Alle Schrebergärten sollen im Stadtbezirk erhalten werden. Zudem soll die Entsiegelung von Flächen vorangetrieben werden. Sollten Flächen in Nippes versiegelt werden, dann soll die Kompensation auf dem Gebiet des Bezirkes erfolgen. Zudem will das neue Bündnis die Kultur fördern und schließt auch den Karneval mit ein. Konkret soll auch die Tribüne auf dem Gelände des Rennbahnvereins gesichert werden und das Taj Mahal auf dem Wilhelmplatz attraktiver gestaltet werden.

Im Bereich Wohnungsbau wollen die Partner erreichen, dass städtische Grundstücke nur dann abgegeben werden, wenn dort 50 Prozent geförderter und 20 Prozent preisgedämpfter Wohnraum entsteht. An der Schmiedegasse wollen die Koalitionäre eine Gesamtschule errichten und dafür auch in ihren Ratsfraktionen für entsprechenden Druck sorgen. Die Notfallpraxis im St. Vinzenz-Hospital soll erhalten werden.

In Nippes sollen mehr verkehrsberuhigte Zonen entstehen. Konsequent will man gegen das Gehwegparken vorgehen. Zudem sollen Parkplätze entfallen, die durch Quartiersgaragen erstetzt werden. So heißt es in der Kooperationsvereinbarung: "Wir werden Autoparkplätze auf kostbaren ebenerdigen Straßenflächen in Radabstellplätze und überhaupt zum Aufenthalt umwidmen. Nachdem Autoparkplätze entfallen sein werden, soll ein Teil durch möglichst privat betriebene, zahlungspflichtige, fassadenbegrünte, mit E-Ladestationen und reservierte Parkflächen für
stationsgebundene Car- und Rad-Sharing-Fahrzeuge versehene, Quartiersgaragen ausgeglichen werden."

In Nippes sollen mehr und bessere Fahrradverbindungen entstehen. Der Niehler Gürtel soll zu einem Radschnellweg ausgebaut werden. Auf dem Gürtel soll, dort wo er für den Autoverkehr ausgebaut ist, je eine Fahrspur für den Radverkehr zur Verfügung gestellt werden. Damit soll die Ost-West-Verbindung gestärkt werden.

Vier Nord-Süd-Fahrradverbindungen sollen geschaffen werden:
1. entlang der Longericher Straße/Etzelstraße/Kempener Straße,
2. an der Neusser-(Land)straße,
3. der Emdener Straße und dem Weg entlang der Industriestraße/ Sebastianstraße/Niehler Straße
4. dem Niehler Damm/Boltensternstraße/Amsterdamer Straße.

Die Neusser Straße soll umgestaltet werden. Die Bürgerinnen und Bürger sollen beteiligt werden. Im Bereich des ÖPNV soll eine Taktverdichtung der Linien erfolgen und auf der Inneren Kanalstraße Buslinien eingerichtet werden. An der Niehler Straße sollen die beschlossenen Hochbahnhaltestellen schnell umgesetzt werden. Weiter heißt es in dem Papier: "Wir fordern eine Machbarkeitsstudie zur Öffnung der HGK-Eisenbahn-Westtrasse ("Klüttenbahn"), wie sie die Bezirksvertretungen Lindenthal und Ehrenfeld schon beschlossen haben."

Für den Autoverkehr soll in Nippes Tempo 30 gelten, Tempo 50 soll zur Ausnahme werden. Zudem sollen die Wohnviertel vom Durchgangsverkehr entlastet werden. Zudem sollen Ampelschaltungen im Bezirk so umgestaltet werden, dass der ÖPNV Vorfahrt hat.

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

petelkau_31072021

Köln | CDU-Chef Bernd Petelkau weicht keinen Millimeter von seiner Haltung in der Debatte um Dezernat IX und die personelle Besetzung zurück. Es ist diese störrische und konservative Basta-Politik, mit der er bisher im Kölner Stadtrat sehr erfolgreich für sich selbst, seine CDU und die Oberbürgermeisterin agierte. Es funktioniert, weil seine Partner im Rat und die Opposition schwach ist. Eine kommentierte Analyse von Andi Goral.

cdu_petelkau_31072021

Köln | Nichts falsch gemacht. Mit diesen drei Worten lässt sich die Stellungnahme der CDU Köln zum Rückzug von Niklas Kienitz und dem Dezernat IX Stadtentwicklung, Digitales, Wirtschaft und Regionale Zusammenarbeit zusammenfassen. CDU-Chef Bernd Petelkau ließ die Stellungnahme verschicken und fordert die Umsetzung des Dezernats IX von Grünen und Volt aus dem Bündnispapier.

btag_umbau_achimmeldelichtblick_30072021

Köln | Drei Wahlkreise für die Bundestagswahl 2021 gibt es in Köln, neben dem vierten Wahlkreis der Köln-Mülheim und Leverkusen verbindet. Neben der Zweitstimme für die Partei können Kölner*innen auch mit der Erststimme eine/n Kandidat*in direkt wählen. Der Kreiswahlausschuss der Stadt Köln lehnte keine/n Bewerber*in ab.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >