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Belgisches Viertel: Noch mehr Partymeile oder gemischtes Viertel mit Wohnfühlfaktor?

Köln | Die Linke im Kölner Rat kritisiert das Ratsbündis Grün/CDU/Volt für ihre Entscheidung zum Bebauungsplan für das belgische Viertel. Michael Weisenstein spricht von einem "Bärendienst" für die Anwohner*innen und Gewerbetreibenden. Die Grünen Kölns sprechen von einer urbanen Mischung.

Das Belgische Viertel, einst innenstadtnahes beliebtes Wohnviertel mit Designertouchläden und zu den Ringen hin Gastronomie ist in den vergangenen Jahren zu einer Feiermeile mutiert. Vor allem rund um den Brüsseler Platz. Die Stadt und der Rat wollten mit einem Bebauungsplan lenkend eingreifen und verhindern, dass noch mehr Kneipen, Clubs und Kioske sich ansiedeln, um die Party-Community im Belgischen Viertel zu bespielen.

Jetzt kommt es anders. Der Rat verabschiedete einen Prüfauftrag mit dem die Verwaltung Einzelfallregelungen prüfen soll. Dies muss zunächst juristisch geprüft werden. Michael Weisenstein, die Linke, wird in einer schriftlichen Presseerklärung zitiert: „Gestern hat der Rat der Stadt Köln den Anwohner*innen und den Gewerbetreibenden im Belgischen Viertel einen Bärendienst erwiesen. Das Ergebnis der Prüfung ist vorhersehbar. Die Änderungen des Prüfauftrages sind nicht umsetzbar. Die Verwaltung muss trotzdem prüfen, und es wird wieder viel Zeit ins Land gehen. In dieser Zeit wird der Prozess der Umwandlung des Wohngebietes in eine Partymeile weiter gehen. Es werden sich noch mehr Gastrobetriebe ansiedeln. Die Wohnverhältnisse im Belgischen Viertel werden sich weiter verschlechtern.“

Grünen sprechen von urbaner Mischung

Der Bebauungsplan sei das richtige Instrument für das Belgische Viertel, sagen die Grünen und fordern einen klaren Interessenausgleich. Christiane Martin, Fraktionsvorsitzende der Grünen in einem schriftlichen Statement: "Wir wollen, dass die Anwohner*innen weiter gerne im Viertel leben. Gleichzeitig brauchen auch die Gastronom*innen und Gewerbetreibenden Planbarkeit. Die urbane Mischung macht das Belgische Viertel zu einem so lebenswerten Teil von Köln."

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