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Mehrere Verletzte beim Rosenmontagszug 2018 nach einem Vorfall mit Pferden. Die Mehrheit im Stadtrat will Pferde im Straßenkarneval aber nicht verbieten.

Beschwerdeausschuss: Keine Mehrheit gegen Pferde im Kölner Straßenkarneval

Köln | Trotz eines Änderungsantrags der Grünen werden die Teilnehmer auch beim Rosenmontagszug 2019 wohl wieder auf Pferde zurückgreifen. Eine Bürgereingabe im Ausschuss für Anregungen und Beschwerden fand nicht die erforderliche Zustimmung, sogar der Kompromissvorschlag der Grünen wurde abgelehnt.

Noch im Vorfeld der gestrigen Sitzung hatten Befürworter und Gegner von Pferden im Straßenkarneval zu jeweils eigenen Demonstrationen vor dem Spanischen Bau des Rathauses aufgerufen. Mit gut 100 Unterstützern waren die Befürworter der bisherigen Regelung deutlich in der Mehrheit (Report-k.de berichtete).

Auch bei der anschließenden Sitzung des Ausschusses für Beschwerden und Anregungen im Ratssaal konnten sich die Befürworter durchsetzen. Die Vertreter von SPD, CDU und FDP lehnten das Ansinnen, Pferde im Straßenkarneval ganz zu verbieten, ab.

Kompromissvorschlag der Grünen findet keine Zustimmung

Am gestrigen Donnerstag hatten die Kölner Grünen noch einen Kompromissvorschlag in Form eines Änderungsantrags eingebracht. Sie wollten die Zahl der eingesetzten Pferde halbieren, ein striktes Alkoholverbot für Reiterinnen und Reiter, verstärkte Kontrollen der Pferde (zehn Prozent sollten auf Beruhigungs- und Schmerzmittel getestet werden) sowie weitere Einschränkungen bezüglich Arbeitszeit und Belastung der Tiere. Außerdem wollten die Grünen – ähnlich wie in Düsseldorf – Pferde vor Kutschen grundsätzlich verbieten. Doch auch dieser Vorschlag wurde von einer großen Mehrheit abgelehnt.

Festkomitee-Präsident Kuckelkorn zeigt sich erleichtert

Der Präsident des Festkomitees Kölner Karneval und frühere Zugleiter, Christoph Kuckelkorn, zeigte sich nach der Sitzung erleichtert. „Ich bin froh, dass der Beschwerdeausschuss des Rates unsere verstärkten Bemühungen zur Reduzierung der Stressfaktoren für Pferde im Rosenmontagszug gewürdigt hat und ein Pferdeverbot dem Rat nicht vorgeschlagen wird. Die Reiter im Rosenmontagszug stehen beim Tierschutz in der ersten Reihe und unterstützen das Festkomitee bei der Umsetzung der erneut verschärften Regularien. In enger Zusammenarbeit mit den Tierärzten der Stadt Köln werden wir diese Vorgaben noch strenger kontrollieren“, erklärte Kuckelkorn in einer Stellungnahme.

Unklar ist weiterhin, was die Vorfälle beim diesjährigen Rosenmontagszug ausgelöst hat. Während das Festkomitee und die Zugverantwortlichen weiterhin von der Theorie ausgehen, dass die Tiere mit etwas beworfen oder beschossen wurden und erst dann ausbrachen, wollen die Strafverfolgungsbehörden andere Ursachen nicht ausschließen. (Report-k.de berichtete).

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