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Das Archivbild zeigt die Demonstration zum 1. Mai 2017

DGB Köln widmet Maikundgebung dem Thema Europa

Köln | Am 1. Mai gehen die Kölner Gewerkschaften unter dem Dach der DGB Region Köln auf die Straße und demonstrieren. Die Maikundgebung auf dem Kölner Heumarkt widmet sich dem Thema Europa, denn am 26. Mai wählen die Deutschen ihre Abgeordneten für das Europaparlament. Die Kundgebung auf dem Heumarkt startet um 13 Uhr. Neben politischen Rednern treten dieKabarettisten Wilfried Schmickler und Robert Griess sowie die Bands Kozmic Blue und Löber Akustikauf. An 50 Ständen können sich Bürgerinnen und Bürger informieren.

Witich Roßmann, Vorsitzender des DGB-Stadtverbandes Köln, spricht in seinem Demonstrationsaufruf davon, dass Europa am Scheideweg stehe: „Immer mehr Menschen erleben, dass in der EU die Interessen der Märkte oft Vorrang haben vor sozialen Belangen. Das schafft Unzufriedenheit und ist ein Grund für das Anwachsen von rechtspopulistischen und nationalistischen Parteien. Hinzu kommt aber auch: Bei aller berechtigten Kritik werden viele europäische Errungenschaften mittlerweile für selbstverständlich genommen, ohne sie direkt mit der EU zu verknüpfen.“ Roßmann fordert ein sozialeres Gesicht der EU und eine konsequente Weiterentwicklung.

Der Demonstrationszug startet um 12 Uhr vor dem Gewerkschaftshaus am Hans-Böckler-Platz gegen 12 Uhr. Gegen 13 Uhr schließt sich die Kundgebung am Heumarkt an. Dort sollen neben Witich-Roßmann auch Dr. Steffen Lehndorff von „Europa neu begründen“, die DGB-Jugend „Fridays for future“ und aktive Fahrradkuriere von „Liefern am Limit“ sprechen. Ab 14 Uhr folgt das Kulturprogramm mit denKabarettisten Wilfried Schmickler und Robert Griess sowie den Bands Kozmic Blue und Löber Akustik.

Interessant dürfte sein, ob sich Gewerkschaftsmitglieder etwa von Verdi kritisch mit dem gerade erfolgten Tarifabschluss der Länder auf der 1. Maikundgebung auseinandersetzen. Denn innerhalb der Gewerkschaften wird der Tarifabschluss, anders als es die Gewerkschaftsfunktionäre verkünden, nicht als Erfolg gewertet. Sechs Prozent mehr Gehalt verteilt auf 33 Monate ist kein wirklicher Erfolg, für den sich die Gewerkschaft Verdi feierte. Zudem wird die Höhe des Weihnachtsgelds eingefroren, was auch zu Unmut bei Teilen der Verdi-Mitglieder führte.

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