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Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach stellte drei „Leitprojekte“ zur Stärkung der Kölner Kultur vor.

Dezernentin will Kölner Kultur besser vermarkten

Köln | Im Rahmen der angestrebten Verwaltungsreform wünscht sich OB Henriette Reker von den Dezernaten die Entwicklung von „Leitprojekten“. Zu deren Umsetzung stehen jedem Dezernat drei Millionen Euro im Jahr zur Verfügung. Bei der Kulturausschusssitzung am Dienstag stellte Susanne Laugwitz-Aulbach ihre Pläne vor. Es folgte eine sachliche und intensive Diskussion.

Drei Leitprojekte legte Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach vor. Federführend für das erste „Museen, Menschen, Medien – neue Strategien für den Standort Köln“ ist der Museumsdienst, der dafür schnell umsetzbare „quick wins“ entwickeln soll. Die Selbstständigkeit der Museen soll dadurch nicht beschnitten werden, es soll kein Generaldirektor installiert werden, wie es ihn noch in den 1980er Jahre in Köln gegeben hat.

Für Museen eine lange Liste von Einzelmaßnahmen vorgelegt

Die Liste der Einzelmaßnahmen, die bis 2020 umgesetzt werden sollen, ist lang. Ein generelles Ziel: Die Bindung zu den Museumsbesuchern zu stärken. Vorgesehen sind unter anderem eine Überarbeitung des Museums-Bildungsangebots etwa für sozial schwache Zielgruppen oder für Kinder und Jugendliche, Entwicklung einer Museumszeitung, übergreifende Serviceleistungen wie Informationen über Fördermittel und strategische Kooperationen bei Transport oder mit dem Handel.

Wenn Werbe- und Marketingpartnerschaften oder Direktmarketing als Maßnahmen aufgelistet werden, reicht das in das zweite Leitprojekt hinein: „Kulturmarketing“. Schon seit Jahren wird beklagt, dass Kölns reiche Kulturlandschaft überregional nur äußerst mangelhaft beworben wird. Um ein tragfähiges Konzept zu erarbeiten und erste Schritte einzuleiten, wurden dafür im Kulturhaushalt 150.000 Euro vorgesehen.

Problematisch könnte das gezielte Kulturmarketing allerdings werden, solange noch nicht klar ist, ob die Wirtschaftsförderung wie von OB Reker gewünscht privatisiert wird.

Bis 2021 rund 1,7 Millionen Euro zusätzlich für freie Kulturszene

Die „Stärkung der freien Szene als Akteur der Stadtgemeinschaft“ ist das dritte Leitprojekt. Dazu gehört vorrangig eine kontinuierliche Erhöhung der Fördermittel. In unterschiedlich großen Schritten sollen das von 2018 bis 2021 insgesamt 1,5 Millionen Euro sein. Dieses Geld soll neben Qualität auch für angemessene Honorare sorgen. Hinzu kommen noch einmal fast 200.000 Euro für Sachleistungen und Unterhaltung von Gebäuden.

Künftige Schwerpunkte ihrer Arbeit sieht die Kulturverwaltung bei der Schaffung von Arbeits-, Präsentations- und Spielräumen, die innerstädtisch immer mehr zur Mangelware werden. Verstärkt werden soll die interkulturelle und inklusive Kulturarbeit der freien Szene.

Bei der Umsetzung der Leitprojekte setzt die Oberbürgermeisterin auf Sparsamkeit. „Nach Möglichkeit sollen die drei Millionen Euro nicht ausgegeben werden“, erklärte Laugwitz-Aulbach. Die Umsetzung der jetzt vorgestellten Projekte werde etwa 1,8 Millionen Euro kosten. Darin enthalten sind auch die Kosten für die notwendigen zusätzlichen Personalstellen. Die Dezernentin versprach, dem Kulturausschuss alle sechs Monate einen Bericht über den aktuellen Stand zur Diskussion vorzulegen.

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