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Ebertplatz: Ordnungsamt will der Bestimmer sein

Köln | Wer hat in Köln das Sagen: Politik oder Verwaltung? Und wer hat in der Verwaltung das Sagen? Selbstherrliche Aussage: Das Amt für öffentliche Ordnung! In einer Aktuellen Stunde zur Zukunft des Ebertplatzes erlebte der Kulturausschuss ein merkwürdiges Selbstverständnis.

Grüne und CDU hatten die Aktuelle Stunde beantragt. Anlass: Die Situation auf dem Ebertplatz. Der neu gegründete Bürgerverein „Brunnen e.V.“ will ihn vor allem durch Kultur wiederbeleben. Ein Vorhaben, dem alle im Kulturausschuss vertretenen Parteien sowie die Mitglieder des Kulturdezernats zustimmten.

Politiker fordern Kultur und freien Zugang auch in den unterirdischen Teil

Dem steht allerdings die aktuelle Situation entgegen: So wurde den Galerien, die schon seit Jahren in der unterirdischen Passage des Platzes für Leben sorgen, gekündigt. Zwar wurden diese Kündigungen inzwischen zurückgenommen – die gegen „Labor“ allerdings bleibt bestehen. Warum, ist unklar. Auch gibt es Pläne, einige Zugänge nach unten zuzumauern.

Nur das nicht, fanden alle: Der Ebertplatz muss offen bleiben! Nicht zuletzt, weil durch eine Mauer dunkle, nur schwer zu kontrollierende Räume entstünden. Also alles andere als mehr Sicherheit. Kritik an der Verwaltung gab es auch: Warum etwa wurde den Galeristen der Einsatz eines Hochdruckreinigers zur Reinigung der unterirdischen Gehwege untersagt?

„Die Verschließung der Abgänge ist das Mittel der Wahl“

Eine gute Stunde dauerte die Diskussion, in der sich alle einig waren: „Kultur hat die Kraft, öffentliche Plätze zu beleben“, formulierte es Klaus Schaefer (SPD). Dann wurde die Verwaltung gefragt, was sie plane. Auftritt Horst Jahnke vom Amt für öffentliche Ordnung: „Die Verschließung der Abgänge ist das Mittel der Wahl“ – also Zumauern. Eine andere Lösung gebe es für die Verwaltung nicht. Der sichtlich überraschten Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach blieb nur zu sagen: „Wir sind eine Verwaltung, aber wir diskutieren von verschiedenen Standpunkten aus.“.

Den Politikern blieb zuerst die Spucke weg, dann kam das Luftschnappen. Und die Forderung: Die Verwaltung müsse auf die Vorstellung der Politik reagieren und entsprechende Vorschläge machen. Das soll nun bis zur nächsten Ratssitzung am 19. Dezember geschehen. Ob die dann rechtzeitig für die parteiinternen Vorberatungen vorliegen, bleibt abzuwarten.

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