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Polizeibeamte in den frühen Morgenstunden auf dem Ebertplatz

Jörg Frank, Grüne, nach Tötungsdelikt:„Der Ebertplatz hat sich gewandelt“

Köln | Jörg Frank, sitzt für den Wahlbezirk Altstadt Nord II, Neustadt Nord II für die Grünen im Kölner Stadtrat. Er war gestern am Ebertplatz und berichtet davon. Nach dem Tötungsdelikt an einem 25-jährigen Somalier, mahnt das grüne Ratsmitglied: „Es wäre ein großer Irrtum, wenn nun der geschehene Mord* als Vorwand benutzt würde, die positive Entwicklung zurückzudrehen. Solche Taten können in einer Großstadt wie Köln auf jedem Innenstadtplatz geschehen.“

Heiterer und entspannter Abend

Frank beschreibt seinen gestrigen Abend: „Noch Samstagabend befand ich mich bis ca. 23.45 auf dem Ebertplatz in der Außengastronomie. Die sommerliche Atmosphäre war entspannt und heiter.“ Frank befürchtet nun, dass das Tötungsdelikt am heutigen Morgen, die bestärken werde, die den Platz am liebsten zumauern wollten: Der Kölner Polizeipräsident Uwe Jacob und der Kölner Stadtdirektor Dr. Stephan Keller. Nach Frank wäre das ein Fehler den Platz zu einer No-Go-Area zu machen. Der Rat der Stadt Köln entschied sich gegen das Zumauern.

Zwischennutzungskonzept erfolgreich

Frank: „Durch ein vom Rat beschlossenes Zwischennutzungskonzept konnte mit viel bürgerschaftlichen Engagement, Unterstützung durch Künstler und ansässige Galerien/Kunsträume, mit Hilfe von Bürgergruppen und nicht zuletzt dem Bürgerverein Eigelstein der Ebertplatz wiederbelebt und zu einem Ort werden, an dem es wieder Spaß macht sich aufzuhalten. Wesentlich war, dass der Brunnen wieder repariert und in Betrieb genommen werden konnte und ein Gastronomie auf dem Platz eröffnen konnte. Mit relativ wenig Mitteln aus dem Stadthaushalt, nämlich circa 1,5 Millionen Euro für drei Jahre, werden kreative Zwischennutzungen etabliert. Der Erfolg: Die hier lebenden Menschen holten sich den Platz zurück. Die ‚Zwischennutzung Ebertplatz‘ ist ein interessantes Musterbeispiel für die Reaktivierung von problematischen Stadträumen, wie sie in fast allen größeren Städten in der Bundesrepublik zu finden sind. Der Ebertplatz hat sich gewandelt – auch und vor allem durch bürgerschaftliche Aktivitäten.

Dieser Weg muss weiter beschritten werden. Dies umfasst auch geeignete Maßnahmen zur Erhöhung der öffentlichen Sicherheit. Es wäre ein großer Irrtum, wenn nun der geschehene Mord als Vorwand benutzt würde, die positive Entwicklung zurückzudrehen. Solche Taten können in einer Großstadt wie Köln auf jedem Innenstadtplatz geschehen.“

Am Mittwoch, 28. August lädt der Bürgerverein um 20.00 Uhr zu einem Bürgertreffen im „Em Kölsche Boor“ ein, um die Entwicklung zu diskutieren.

*Hinweis der Redaktion: Ob es sich um einen Mord handelt müssen erst die polizeilichen, staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und ein sich daran anschließendes juristisches Verfahren klären. Aktuell ist von einem Tötungsdelikt auszugehen, dass nicht zwangsläufig die Motive eines Mordes erfüllen muss.

Mehr zum Thema Tötungsdelikt Ebertplatz

Der erste Bericht: Tötungsdelikt auf dem Ebertplatz gegen 4:45 Uhr >

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Stadtdirektor Keller und Polizeipräsident Jacob am Tatort Ebertplatz >

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Jörg Frank, Grüne,  fordert Festhalten am bisherigen Konzept für den Kölner Ebertplatz >

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