Politik Nachrichten Politik Köln

flashmob_tanzverbot_dom_19042014

Wer sich am stummen Tanzflashmob der Kölner Piraten vor dem Hauptportal des Kölner Domes beteiligte, erhielt eine orangene Rose

Karfreitag-Tanzflashmob der Piratenpartei vor dem Dom

Köln | Unter dem Motto "Zum Teufel mit dem Tanzverbot" trafen sich rund 30 Tanzwütige auf Anregung der Piratenpartei vor dem Hauptportal des Kölner Doms. Frei zu Rhythmen aus dem Kopfhörer und nicht aus dem Ghettoblaster bewegten sich die Tanzenden. Wer mittanzte bekam eine orangefarbige Rose geschenkt.
---
Fotostrecke: Hier tanzen die Kölner Piraten und ihre Anhänger am Karfreitag >
---

Tanzverbot stammt aus einer vergangenen Zeit

Die Piratenpartei kritisiert die „Stillen Feiertage“. Auch in NRW gelten an diesen Tagen zahlreiche Einschränkungen, zu denen u.a. das Tanzverbot gehört. „Es stammt aus einer Zeit, als das tägliche Leben der Menschen von religiösen Traditionen geprägt war.“, erklären die Piraten. Das Magazin „Focus“ hatte aktuell Emnid mit einer Umfrage beauftragt, die feststellte, dass nur noch 30 Prozent der Deutschen an Ostern einen Gottesdienst aufsuchen. (Meldung von report-k.de)

Säkularer Staat

In der Erklärung der Piraten heißt es weiter: „In einem säkularen Staat sollte der Gesetzgeber jedoch keine religiös begründeten Verbote erlassen. Außerdem sollte Rücksichtnahme auf religiöse Gefühle, Riten und Traditionen selbstverständlich sein - für alle Glaubensrichtungen! Dafür bedarf es keiner Gesetze, die einseitig eine bestimmte Religion bevorzugen. Die Piraten wollen daher darauf aufmerksam machen, dass die grundgesetzlich verankerte Trennung von Kirche und Staat an dieser Stelle ausgehebelt wird.“

Vereinbarkeit von Kultur und Glauben

"Es geht hier um die Abwägung von Grundwerten", erklärt Initiatorin Lisa Gerlach. "Das Recht, den eigenen Glauben in Stille und Meditation zu praktizieren, verhindert derzeit an bis zu 17 Tagen des Jahres das Recht auf Teilhabe an Kultur, Geselligkeit und Kunst in Deutschland. Wie weit darf sich die Ausübung des Glaubens überhaupt durch kulturelle Werte beeinträchtigt fühlen? Beides ist doch wünschenswert und auch vereinbar! Wir werden in einem stummen Flashmob darauf aufmerksam machen, dass der alte Zopf des Tanzverbots abgeschnitten gehört."

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

RJM_17042018

Köln | Die Kölner Kolonialgeschichte soll besser aufgearbeitet werden, geht es nach der Kölner Linken. Die stellt ihre Forderung im Schatten der Diskussion um die Rückgabe der Benin-Bronzen.

Köln | Im September ist Bundestagswahl. Köln hat vier Wahlkreise, wobei einer sich mit Leverkusen teilt in Mülheim. In 3 Kölner Wahlkreisen treten die Freien Wähler an.

rhein_1742012b

Köln | Mit dem ÖPNV über den Rhein, so wie mit der Stadtbahn zum Dom? Das könnte Realität werden.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >