Politik Nachrichten Politik Köln

cemoezdemir_asch2442012

Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen besuchte heute den Wahlkreis von Andreas Asch in Köln Mülheim

Keupstr.: Cem Özdemir fordert Gedenkplakette für NSU-Opfer

Köln | Cem Özdemir, Bundesvorsitzender von Bündnis 90/Die Grünen, besuchte heute im Rahmen des Landtagswahlkampfs von Andrea Asch und Arif Ünal, Köln. Darunter auch zum wiederholten Male die Kölner Keupstraße. Özdemir zeigte sich erstaunt, dass an der Stelle, wo die Täter der NSU das Fahrrad abgestellt haben keine Tafel oder Plakette an den Anschlag erinnert: „Eine Plakette wäre ein Symbol für die Opfer, dass sie mit ihrem Schmerz nicht alleine gelassen werden“.

Özdemir versteht nicht, warum sich Köln so schwer damit tut, dort eine Gedenkplakette anzubringen. Es sei wichtig an Orte oder Momente so zu erinnern, die wir nicht vergessen wollen, sagt der Bundestagsabgeordnete. Die Kölnerinnen und Kölner tragen ihre Solidarität mit den Opfern im Herzen, da ist sich Özdemir sicher, die man aber auch mit einem Symbol am Ort des Geschehens zeigen sollte.

Özdemir hatte die Menschen aus dem Kölner Friseurladen der Keupstraße auch auf der zentralen Gedenkveranstaltung in Berlin getroffen und schon häufig mit ihnen gesprochen. Er sei heute in die Keupstraße gekommen, nachdem der große Tross schon abgezogen ist, denn ihm sei daran gelegen die Opfer dann nicht allein zu lassen, wenn das allgemeine Interesse schon wieder abgeschwollen und das Thema von den Titelseiten verschwunden sei, erklärt Özdemir sehr ernsthaft. Zufrieden ist Özdemir damit, dass es zum Rechtsterror einen Untersuchungsausschuss im Bundestag gebe. Wichtig sei ihm aber auch, dass in Zukunft bei Taten mit Migrationshintergrund immer auch gegen Rechts ermittelt werden müsse.

Mehr Menschen mit Migrationshintergrund sollten bei der Polizei sein, so Özdemir. Das würde auch das Bild von Migranten dort verändern, denn viele deutsche Beamte verbinden mit Migranten häufig nur das Bild des Straftäters. Eine weitere Lehre aus dem Fall der Keupstraße sei, dass man eine Beschwerdestelle bei der Polizei etablieren müsse, die auch den Beamten der Polizei offen stehe. Özdemir schwebt eine Art Ombudsmann vor, den auch Beamte ansprechen können, etwa wenn sie Ermittlungen sehen, die in die falsche Richtung laufen. Özdemir unterstützte mit seinem Besuch in Köln die Kölner Landtagsabgeordnete Andrea Asch und Arif Ünal.

Diskutieren Sie das Thema: Sollte in der Keupstraße eine Gedenktafel angebracht werden? > www.facebook.com/Reportk

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

petelkau_31072021

Köln | CDU-Chef Bernd Petelkau weicht keinen Millimeter von seiner Haltung in der Debatte um Dezernat IX und die personelle Besetzung zurück. Es ist diese störrische und konservative Basta-Politik, mit der er bisher im Kölner Stadtrat sehr erfolgreich für sich selbst, seine CDU und die Oberbürgermeisterin agierte. Es funktioniert, weil seine Partner im Rat und die Opposition schwach ist. Eine kommentierte Analyse von Andi Goral.

cdu_petelkau_31072021

Köln | Nichts falsch gemacht. Mit diesen drei Worten lässt sich die Stellungnahme der CDU Köln zum Rückzug von Niklas Kienitz und dem Dezernat IX Stadtentwicklung, Digitales, Wirtschaft und Regionale Zusammenarbeit zusammenfassen. CDU-Chef Bernd Petelkau ließ die Stellungnahme verschicken und fordert die Umsetzung des Dezernats IX von Grünen und Volt aus dem Bündnispapier.

btag_umbau_achimmeldelichtblick_30072021

Köln | Drei Wahlkreise für die Bundestagswahl 2021 gibt es in Köln, neben dem vierten Wahlkreis der Köln-Mülheim und Leverkusen verbindet. Neben der Zweitstimme für die Partei können Kölner*innen auch mit der Erststimme eine/n Kandidat*in direkt wählen. Der Kreiswahlausschuss der Stadt Köln lehnte keine/n Bewerber*in ab.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >