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Umweltdezernent Harald Rau will die Umsetzung von Ideen fördern, die den Klimaschutz in Köln „von unten“ vorantreiben. Foto: ehu

Klimaschutz mit „Klimaschritte“ und „smartcitycolognego“.

Köln | Nicht auf die überfällige CO2-Steuer und die Besteuerung von Flugbenzin warten – stattdessen mit kleinen Schritten den Klimaschutz auf lokaler Ebene vorantreiben: Mit diesem Ziel hat Umweltdezernent Rau jetzt zwei insgesamt 600.000 Euro starke Förderprogramme aufgelegt, die kleine Projekte im Ehrenamtsbereich unterstützen sollen: „Klimaschritte“ und „smartcitycolognego“.

Rau will mit diesen Programmen – sie beruhen auf einem Ratsbeschluss – all die „klugen Köpfe“ aus der Reserve locken, die sich bislang nicht getraut haben, ihre Ideen umzusetzen: „Jeder Bürger ist in der Pflicht, sich für Klimaschutz einzusetzen.“ Und alle kleinen Schritte zusammen ergeben einen großen Schritt. Womit er weder EU, den Bund noch die Länder aus ihrer Verantwortung entlassen wolle.

Über 3 Jahre stehen 600.000 Euro zur Förderung bereit

Beide Programme sind auf drei Jahre angelegt, jährlich stehen jeweils 100.000 Euro zur Verfügung. Die von einer Jury nach einer Prüfung ausgesuchten Projekte – mit der Umsetzung darf noch nicht begonnen haben – werden bis zu 80 Prozent der Projektkosten gefördert. Bei „Klimaschritte“ gibt es maximal 5.000 Euro, die Gesamtkosten des Projekts dürfen 10.000 Euro nicht überschreiten, bei „smartcitycolognego“ beträgt die Höchstgrenze der Förderung 10.000 Euro, hier darf das Projekt insgesamt nicht mehr als etwa 12.000 Euro kosten. Der Umweltdezernent stellt zugleich klar: „Wir betreiben keine Wirtschaftsförderung, dafür gibt es andere Töpfe.“ Für kommerzielle Projekte gibt es in diesem Rahmen also ebenso wenig geld wie für parteipolitisch gebundene.

Klima-Kochbuch und bessere Kommunikation in einer Nachbarschafts-Initiative

„Klimaschritte“ richtet sich an ehrenamtliche Vereine und Initiativen, an Bildungs- und religiöse Einrichtungen. Gefragt sind Projekte, die das Klima schützen, das Bewusstsein dafür sensibilisieren oder zum Mitmachen anregen. Projektleiterin Barbara Möhlendick kann sich hier etwa die Entwicklung eines „Klima-Kochbuchs“ vorstellen oder den Bau einer kleinen Photovoltaik-Anlage, mit der eine Schule den Einsatz von regenerativer Energie zum Lehrstoff macht.

Um aufwändigere Ideen geht es bei „smartcitycolognego“. Hier sind neben Privatpersonen vor allem Startups, Unternehmen mit maximal 20 Beschäftigten, Freiberufler, gemeinnützige Einrichtungen, Bildungsinstitute und Initiativen der Kinder- und Jugendhilfe die Zielgruppe. Die Projekte sollen beispielsweise innovative Wege zur klimaschonenden und sozialverträglichen Mobilität aufzeigen, Anreize zu nachhaltigem Verhalten geben oder das städtische Programm „Smart City“ bekannt machen. Hier wird vor allem auf den Einsatz modernen Kommunikationstechnik gesetzt, mit der etwa Nachbarschaftsinitiativen besser verbunden werden können.

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