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Köln-Kreuzfeld: Zeitplan der Verwaltung für das weitere Vorgehen liegt vor

Köln | Im linksrheinischen Kölner Norden soll ein neuer Stadtteil entstehen. Nach dem Ratsbeschluss vom Dezember 2016 hat die Stadtverwaltung am gestrigen Mittwoch die Planungen mit einem Zeitplan konkretisiert. Frühestens ab 2021 soll mit der konkreten Schaffung des Planrechts begonnen werden.

Der nun vorgestellte Zeit- und Maßnahmenplan sieht eine Staffelung der Verfahrensschritte vor, die im kommenden Jahr mit einem so genannten Leitbildprozess beginnen soll. Nach der Beauftragung erster Fachgutachten im gleichen Jahr soll die Planung mit einem Werkstattverfahren im Jahr 2020 fortgeführt werden. Im Jahr darauf schließt sich eine „Integrierte städtebauliche Planung“ an. Erst wenn diese Schritte abgeschlossen sind, geht es an die konkrete Planrechtschaffung, so die Zielsetzung der Verwaltung.

Das vierstufige Verfahren soll die sozialgerechte und nachhaltige Entwicklung von Kreuzfeld sicherstellen und die Planung eines innovativen, urbanen und vernetzten Stadtteils westlich von Blumenberg mit breiter Akzeptanz gewährleisten. Kreuzfeld soll neue Impulse setzen, auch für die bereits bestehenden, benachbarten Quartiere, und die positive Entwicklung im Kölner Norden weiter unterstützen.

Neues Quartier für 2.000 bis 3.000 Wohnungen

Der Entwicklungs-, Planungs- und Beteiligungsprozess sieht die Phasen „Leitbildprozess“, „Werkstattverfahren“, „Integrierte städtebauliche Planung“ und „Planrechtschaffung“ vor und verfolgt das Ziel, in Kreuzfeld ein gemischtes Quartier aus innovativen und inklusiven Wohnformen, Arbeiten, Bildung, Kultur und sozialer Infrastruktur zu schaffen.

Ebenso steht eine zukunftsfähige „smarte“ Mobilitätsinfrastruktur unter Berücksichtigung der Belange von Freiraum und Klima im Mittelpunkt der Planungen. Erste Ansätze gehen von der Schaffung von 2.000 bis 3.000 Wohneinheiten im neuen Stadtteil Kreuzfeld aus.

Projekt ist besonders wichtig

„Mein Ziel ist es, ausreichend bezahlbaren, vielseitigen und qualitätsvollen Wohnraum für alle Menschen sicherzustellen, die in Köln leben und leben wollen. Für mich ist der neue Stadtteil Kreuzfeld neben den bereits bestehenden Entwicklungsgebieten ein besonders wichtiges Projekt, um der Knappheit an Wohnraum in Köln zu begegnen. Deswegen ist es gut, dass wir jetzt endlich eine konkrete Planung für die nächsten Schritte vorlegen können“, betonte Kölns Oberbürgermeisterin Henriette Reker.

Der Vorschlag im Kölner Norden einen neuen Stadtteil zu errichten, ist schon etwas älter. Vor allem die FDP hatte immer wieder den Stadtteil Kreuzfeld ins Spiel gebracht, zumal die Wohnungsnot in Köln und die gleichzeitig angestiegene Zahl von Einwohnerinnen und Einwohnern die Preise für Wohnraum drastisch erhöht haben.

Interne Abstimmung Ende 2018 abgeschlossen

Der Grund für die Dauer von zwei Jahren bis zur Erarbeitung dieser Zeitplanung ergab sich aus dem enormen Bedarf interner Abstimmungsprozesse. Zunächst musste eine Machbarkeitsstudie her, die die sozialräumlichen, freiräumlichen und infrastrukturellen Aspekte untersuchen sollte.

Um den Planungsprozess auf eine verlässliche Basis zu stellen, startete die Verwaltung einen internen fachlichen Abstimmungsprozess zur Grundlagenermittlung und Konkretisierung der weiteren Verfahrensschritte. Der soll zum Ende dieses Jahres wird diese Grundlagenermittlung abgeschlossen sein.

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