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gruene2632012

Die Grünen Kandidaten beim Fotoshooting nach der Kür: Cornelie Wittsack-Junge, Arif Ünal, Judith Hasselmann, Andrea Asch, Sabine Müller, Arndt Klocke und Kirsten Jahn.

Kölner Grüne wählen ihre Direktkandidaten – Kampfabstimmung nur im Kölner Süden

Köln |  Voll war es im großen Saal der Alten Feuerwache, dem Wohnzimmer der grünen Mitgliederversammlungen. Acht Kandidaten stellten sich vor. Nur um den Wahlkreis Köln I den Kölner Süden linksrheinisch gab es eine Kampfabstimmung. Hier traten Jörg Frank, 56, gegen Sabine Müller, 48,  an. Beide sitzen für Grünen im Kölner Rat.

Empörung über SPD-Aussage zu den Direktkandidaten

Empört sind die Kölner Grünen über die Aussage des SPD Vorsitzenden Jochen Ott, der in den Papierzeitungen behauptet hatte, die Kölner SPD würde alle sieben Kölner Direktkandidaten holen und den Grünen empfahl keine eigenen Kandidaten aufzustellen.

Die grünen Kandidaten kennen die Kölnerinnen und Kölner, denn alle sind seit Jahren bei den Grünen und in Ämtern aktiv. Arndt Klocke, 41, MdL., tritt zum dritten Mal im Wahlkreis III in Ehrenfeld und Nippes an. Er holte 2010 das beste grüne Ergebnis eines Direktkandidaten landesweit. Stark machen will sich Klocke weiter für die Verkehrspolitik der Grünen. Ohne die Grünen wären die Mittel für den Radwegenetzbau nicht von vier auf 12 Millionen Euro landesweit ausgeweitet worden, erklärt Klocke. In Ehrenfeld gebe es den meisten Fahrradverkehr, dort lebe die Generation, die mit dem Fahrrad fahre, die über ihr iPhone Car Sharing oder Call a Bike organisiere oder die nächste S-Bahnstation suche. Mit der Schulministerin und stellvertretenden Ministerpräsidentin Löhrmann will sich Klocke stark machen für das inklusive Schulprojekt IOS auf dem Heliosgelände und versuchen eine Veranstaltung zu organisieren. „Ich möchte Schwung in dieses spannende Schulprojekt für Ehrenfeld bringen“, so Klocke.

In Chorweiler wird Bezirksbürgermeisterin Cornelie Wittsack-Junge, 57, antreten, in Kalk Arif Ünal, 58, MdL., in Mülheim Andrea Asch, MdL und in Porz Kirsten Jahn, 35.  Die Grünen gehen mit dreimal „KKK“ in den Wahlkampf und zeichnen damit ihre Leitlinien in der Politik auf. „KKK“ steht für „Kinder, Klima, Kommunen“. Ihre Schwerpunkte zeichnen die Kölner Kandidaten im Bereich Familienpolitik und Verkehrspolitik. Gerade Andrea Asch und Kirsten Jahn positionierten sich hier klar und deutlich für Familien-, Jugend und Bildungspolitik, Arndt Klocke für die Verkehrspolitik und Judith Hasselmann, 46, die in Lindenthal und Sülz ihren Ring in den Wahlkampf um das Direktmandat wirft, steht für Frauenpolitik und Bildungspolitik.

Netzpolitik spielte keine Rolle, weder im Leitantrag der Mitgliederversammlung noch bei den Vorstellungs- und Fragerunden der Kandidaten. Der Leitantrag positioniert sich eindeutig gegen Rechtsextremismus und widmet diesem Teil eine breiten Umfang. Das Thema Integration, verkörpert auch in der Person Arif Ünals, hat ebenfalls einen breiten Raum. Die Kölner Grünen stehen für die Einführung des kommunalen Wahlrechts für Migranten und freuen sich über die Einführung des islamischen Religionsunterrichts und machen sich stark für die Gleichstellung des Islam als Religion. Die inklusive Schule ist für die Grünen ein wichtiges Thema und bei der Abschaffung der Studiengebühren klopft man sich auf die Schulter. Im Bereich der Finanzpolitik will man die Kommunen entlasten und auf der Einnahmenseite mit einer Erhöhung des Spitzensteuersatzes, der Erbschafsteuer und einer effektiven Besteuerung hoher Vermögen die Haushalte konsolidieren.

Gewählt wurden für die folgenden Wahlkreise:

 
173 abgegebene Stimmzettel, alle gültig
(Quorum 87)
Köln I: Sabine Müller, 116 Stimmen
Köln II: Judith Hasselmann, 155 Stimmen
Köln III: Arndt Klocke, 157 Stimmen
Köln IV: Cornelie Wittsack-Junge, 160 Stimmen
Köln V: Kirsten Jahn, 161 Stimmen
Köln VI: Arif Ünal, 161 Stimmen
Köln VII: Andrea Asch, 155 Stimmen

Damit konnte sich Sabine Müller gegen Jörg Frank im Wahlkreis Köln I durchsetzen, der nur 57 Stimmen hinter sich bringen konnte. Alle Kandidaten erhielten einen klaren Auftrag und ein deutliches und motivierendes Votum. Die Mitgliederversammlung empfiehlt Arif Ünal, Andrea Asch und Arndt Klocke auch für die Landesliste und dort für aussichtsreiche Plätze.

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