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Wohnungen

In Köln fehlt es an Wohnungen. Die SPD hat dieses Thema in den Fokus einer Veranstaltung gestellt. 2020 sind wieder Kommunalwahlen.

Kölner SPD bereitet sich auf Wahlkampf 2020 vor

Köln | Das Schwerpunktthema Wohnungsnot und die in der Folge steigenden Mietpreisen sind nicht nur in der Domstadt ein Problem. Zwar hat sich das Wanderungssaldo im vergangenen Jahr deutlich reduziert, doch für die Kölner Sozialdemokraten bleibt das Thema Wohnungspolitik ein wichtiges auf der Agenda.

So stand eine SPD-Veranstaltung im rechtsrheinischen Stadtteil Kalk vor wenigen Tagen im Fokus genau jenes Themas. Rund 50 Bürgerinnen und Bürger debattierten mit SPD-Kommunalpolitikern über neue Wege, Wohnraum in einer Großstadt zu schaffen. Schon vor einigen Monaten hatte die SPD-Fraktion im Stadtrat dazu einen Antrag eingebracht, der über den Tellerrand normaler Wohnbauprojekte hinausblickt.

„Kreative und innovative Konzepte“ sind gefragt, nicht nur in Köln. Mit Blick auf München und Berlin, wo es bereits Referenzprojekte gibt, hatte die SPD im Frühjahr ihren Ratsantrag mit dem unverändert hohen Bedarf an neuen Wohnungen begründet.

Wohnungsproblem in Köln: Nachverdichtung als Lösungsansatz

Tatsächlich ging die Zahl der genehmigten und fertiggestellten neuen Wohnungen im vergangenen Jahr deutlich zurück. Statt der anvisierten 4000 bis 600 Wohnungen waren es gerade mal etwas mehr als 2.200 Wohnungen, die neu auf den Kölner Wohnungsmarkt kamen. Viel zu wenig, so das einhellige Urteil. Während andere die großflächige Ausweisung neuer Flächen für Wohnquartiere fordern, will die SPD-Fraktion es mit neuen Formen der Nachverdichtung versuchen. Neben innovativen Wohnformen sollen auch Wohnprojekte in Modulbauweise sowie die Überbauung bereits genutzter Flächen (Parkplätze) die Wohnungsnot lindern helfen.

„Die Sozialdemokratie hat den Anspruch, Lösungen gegen die Wohnungsnot zu erarbeiten. Das gelingt durch eine Quartiersentwicklung, die ganzheitliche Baukonzepte in den Blick nimmt und alle Bereiches des städtischen Lebens vereint. Ich freue mich, dass so viele junge Menschen dabei waren, die sich intensive Gedanken über die Zukunft des Wohnens in unserer Stadt machen“, betonte Dr. Eva Bürgermeister von der SPD-Ratsfraktion.

Weitere Veranstaltungen geplant

Zu der Veranstaltung, die unter der Überschrift „Zukunftsfähig Stadt“ auch andere Themenbereiche ansprechen und aufbereiten will, hatten sich die SPD-Organisatoren auch Sachverstand aus der Immobilienwirtschaft eingeladen. „In Zukunft müssen wir Wohnraum individueller gestalten. In manchen Lebensphasen brauchen Menschen fünf Zimmer, in anderen reichen zwei – ohne immer umziehen zu müssen. Hierzu brauchen wir modulare Konzepte“, erläuterte Alexander Schmitz von der Firma Interwohnen GmbH. Er referierte unter anderem über Alternativen wie vertikale Verdichtung, modulares Bauen für leicht erweiter- oder reduzierbare Konstruktionen, überbaute Parkplätze und Discounter oder auch genossenschaftliches Wohnen.

Die Ergebnisse der SPD-Veranstaltung und der hier geführten Debatte sollen wiederum in das Kommunalwahl-Programm für die anstehenden Wahlen im Jahr 2020 aufbereitet werden. Die nächste Veranstaltung aus der Reihe „Zukunftsfähige Stadt“ soll am 6. November 2018 stattfinden. Dann geht es um den Themenkomplex Infrastrukturen. Neben Straße und Schiene subsummieren die Sozialdemokraten auch die Bereiche digitale und Bildungsinfrastrukturen.

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