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Die von der Stadt zur Verfügung gestellte Illustration zeigt den Entwurf des Künstlers Ulf Aminde für das Denkmal des NSU Anschlags in der Kölner Keupstraße. | Illustration: Studio Ulf Aminde

NSU-Anschlag Keupstraße/Probsteigasse: Rat kann über Denkmal entscheiden

Köln | Es war der 9. Juni 2004 als vor dem Friseursalon Kuaför Özcan in der Kölner Keupstraße die Bombe explodierte. Es war eine ferngezündete Nagelbombe und es handelte sich um einen Anschlag der rechten Terrorgruppe Nationalsozialistischer Untergrund (NSU). Jetzt, mehr als 17 Jahre – beim Anschlag in der Probsteigasse sogar 20 Jahre später, legt die Stadtverwaltung dem Rat einen Vorschlag für ein Denkmal an das rassistische und neonazistische Verbrechen vor.

22 Menschen wurden verletzt, vier von ihnen schwer an jenem 9. Juni 2004. Die Polizei und die Ermittlungsbehörden verdächtigten bis 2011 Anwohner und Opfer, bis das Bekennervideo des NSU bekannt wurde. Jetzt soll also das Denkmal kommen. Es soll an der Ecke Keup- und Schanzenstraße errichtet werden. Die städtische Verwaltung hat jetzt die entsprechende Ratsvorlage in die Debatte der politischen Gremien gegeben. Als erstes Gremium diskutiert der Integrationsrat, der 2014 die Denkmaldebatte initiierte. Am 9. November soll dann der Rat entscheiden.

Der Künstler Ulf Aminde gewann den Wettbewerb. Sein Entwurf markiert eine Bodenplatte in der Größe des Grundrisses des Hauses vor dem die Nagelbombe damals explodierte. Die Stadt schreibt zu dem Entwurf: "Mit einem WLAN-Netzwerk vor Ort und einer speziellen App können Besucher*innen auf dem Smartphone oder Tablet ein virtuelles Gebäude errichten. Die Bausteine sind in Wirklichkeit Filme. Diese können den NSU-Komplex, aber auch Themen wie alltägliche Ausgrenzung und Alltagsrassismus thematisieren. Geplant ist, immer wieder neue Filme einzuspielen. Darüber hinaus können an dem Ort des Denkmals verschiedene Veranstaltungen wie Lesungen und Diskussionen stattfinden."

Die Stadt will an diesem Ort auch an den Anschlag in der Probsteigasse in der Kölner Innenstadt erinnern und eine entsprechende Tafel anbringen.

Nach der Errichtung des Denkmals wird die Stadt Köln jährlich 15.000 Euro zur Verfügung stellen, um den Ort zu einem lebendigen Erinnerungs-, Lern- und Gedenkort werden zu lassen.

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