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Piraten gegen die Unterbringung in Turnhallen

Köln | Am Donnerstag, dem 22. September, treffen sich um 14:30 Uhr Flüchtlingshelfer vor dem Rathaus in Köln, um auf die prekäre Unterbringungssituation in Köln hinzuweisen. Anfang September lebten immer noch 3.658 Menschen in Turnhallen darunter etliche besonders schutzbedürftige Personen wie zum Beispiel Menschen mit Behinderung, Schwangere, Minderjährige, LSBTTI-Geflüchtete und Traumatisierte. Eine Antwort auf eine unserer Anfragen im Rat ergab, dass immer noch 26 Personen mit einer Behinderung in Turnhallen leben müssen.

Zwar arbeite die Stadt unter Hochdruck daran, besonders Schutzbedürftigen eine an ihre Bedürfnisse angepasste Versorgung und Unterkunft zu ermöglichen, aber vermutlich werde die Stadt bis 2017 auf Turnhallen angewiesen sein. Hinzu kommen etliche andere schlechte Notunterbringungen, auf die die Stadt zurzeit zurückgreift, so die Piraten: Baumärkte, Leichtbauhallen, Hotels und Gemeinschaftsunterkünfte ohne abgeschlossene Wohneinheiten. Insbesondere für die dort lebenden Kinder stellt dies eine hohe Belastung dar. Anlässlich des heutigen Weltkindertages weisen daher verschiedene Organisationen darauf hin, dass Kinder in den Sammelunterkünften besser geschützt und besonders gefördert werden müssen.

Lisa Gerlach, Piratin und Mitglied im Finanzausschuss, unterstütze die Flüchtlingshelferinnen und -helfer: „Die Fortschritte der Stadt Köln sind sehr kleinteilig und erst vor kurzem musste die Stadt einräumen, dass durch die Notlösungen in der Flüchtlingsaufnahme Mehrkosten von rund 35 Millionen Euro entstanden sind. Für die Zukunft ist es nun wichtig, ein umfassendes Controlling aufzubauen, dass einmal die Fortschritte im Bereich einer menschenwürdigen Aufnahme und Betreuung
aufschlüsselt und gleichzeitig für ein Monitoring der Integrationsmaßnahmen sorgt. Dafür werden wir uns im Rat einsetzen"

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