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Regierungsberater fordern City-Maut statt Dieselfahrverbote

Berlin | Ein Bündnis namhafter Ökonomen fordert die Bundesregierung dazu auf, eine City-Maut für Autos einzuführen. Wie der "Spiegel" berichtet, sehen die Ökonomen darin eine effektivere Alternative zu Dieselfahrzeugen. "Die schrittweise Einführung einer Gebühr für die Fahrt mit dem Auto in eine Stadt ist anderen Regulierungsinstrumenten wie etwa Fahrverboten deutlich überlegen", schreiben die Wissenschaftler.

Dadurch erhöhe sich "die Attraktivität der Nutzung anderer Verkehrsmittel, etwa des öffentlichen Nahverkehrs (ÖPNV) oder des Fahrrades", heißt es in dem Plädoyer an das Wirtschafts-, Verkehrs- und Umweltministerium. Unterzeichnet ist es unter anderem vom obersten Wirtschaftsweisen der Bundesregierung, Christoph Schmidt vom RWI-Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung in Essen, und dem Mitglied des wissenschaftlichen Beirats des Bundeswirtschaftsministeriums, Hans Gersbach. Die Forscher argumentieren, eine solche Gebühr sei sinnvoller als Fahrverbote für Dieselfahrzeuge, die wegen der überhöhten Stickoxidwerte in vielen deutschen Städten derzeit eingeführt werden.

Zur Höhe der Maut geben die Wissenschaftler keine Empfehlung, sie solle jedoch schrittweise erhöht und zunächst in einzelnen Städten und Stadtvierteln eingeführt werden. Die Erfahrungen aus Städten wie Stockholm, London und Oslo bestärkten die Unterzeichner in ihrer Forderung.

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