Politik Nachrichten Politik Köln

kssq_22012015

Das Bündnis Köln stellt sich quer auf der Domtreppe

Weniger Teilnehmer bei „Kögida“ 03

Köln | Rund 100 Teilnehmer bei der „Kögida“ Kundgebung und 1.500 Gegendemonstranten versammelten sich heute rund um den Kölner Hauptbahnhof. Was sich schon am vergangenen Dienstag andeutete setzte sich heute fort. Die Rechtspopulisten von „Pro NRW“ zogen gemeinsam mit Hooligans der „Hogesa“ wenige hundert Meter durch die Kölner Innenstadt. Die Kölner Polizei nahm sechs Personen aus der „Kögida“-Kundgebung in Gewahrsam.

Die Straßen auf denen die „Kögida“-Teilnehmer gehen sind menschenleer, bis auf Polizeibeamte und Journalisten, die die Kundgebung begleiten. Dort wo sonst das Leben pulsiert ist Köln eine tote Stadt. Niemand flaniert, läuft zum Hauptbahnhof oder surren Taxis oder Busse heran. Es ist auch kein schweigender Marsch oder Abendspaziergang sondern die Teilnehmer skandieren und brüllen ihre Parolen. Auch heute wieder „Linkes Gezeter 9mm“ und natürlich „Lügenpresse“ wahlweise mit dem Zusatz „Halt die Fresse“ oder „Auf die Fresse“. Aber auch „Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen“, „Wir sind da, damals wie heute Hogesa“ oder „Antifa Hurensöhne“. Auch „Wer hat uns verraten, Sozialdemokraten“ „Widerstand lässt sich nicht verbieten“ „Unsere Fahne Unser Land nationaler Widerstand“. Auch wurden wieder Journalisten gegen die Kamera geschlagen oder diese zugehalten, selbst von Ordnern der Kundgebung. „Wir sind das Volk“ wurde natürlich auch gerufen. Aber sind 100 Teilnehmer einer Kundgebung wirklich das Volk?

Viele Redner waren von „Pro NRW“, Wiener, Fiedler, Röseler und Melanie Dittmer, die sich über ihre Behandlung durch Polizeibeamte beschwerte. Melanie Dittmer, kündigte an, dass Sie nachdem sie von der Polizei in der Ausübung ihrer journalistischen Tätigkeit behindert worden sei, morgen bis zum Ende des Jahres Demonstrationen in Düsseldorf anmelden wolle und weiter: „Ich mache diese assoziale Scheiße in diesem Staat der langsam untergeht nicht mehr mit. Das sag ich Euch. Macht ruhig so weiter so. Mir fallen noch mehr Tage ein, an denen wir demonstrieren können. Schluss mit der Gewalt gegen Deutsche. Schluss mit der Gewalt gegen Patrioten und wenn es nur psychische Gewalt ist. Das hier hat mit dem Rechtsstaat nichts mehr zu tun. Da sag ich nur Europa, Jugend, Revolution. Wir werden Euch das schon zeigen, wartet nur ab.“

Der Abend ist ruhig verlaufen und die Kölner Polizei spricht von sechs Ingewahrsamnahmen bei der „Kögida“-Kundgebung. Bemerkenswert war, dass am Ende der Kundgebung, die Hooligans das Bistro am Rande des Kundgebungsortes dem Lauschen der Reden vorzogen. Gegen 21:30 Uhr waren dann alle Kundgebungsteilnehmer nach einem komplizierten Verfahren wieder auf dem Nachhauseweg. Menschen die an diesem Tag in Köln an- oder verreisten hatten allerdings große Schwierigkeiten ihre Züge zu erreichen.

Zurück zur Rubrik Politik Köln

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Köln

koelnunzensiert_montage_26062017

Köln | Die Rechtspopulisten der Bürgerbewegung „Pro Köln“ betreiben seit Mai 2017 den Blog „Köln Unzensiert“, nennen sich selbst aber auch gerne einmal „Lokalmedium“. An die politische Organisation erinnert auf den ersten Blick nur eine Zeichnung, der stilisierte Dom. Der vollständige Name „Bürgerbewegung Pro Köln“ fehlt. Nur zwei Rubriken tragen den Namensbestandteil „Pro Köln“ oder „Pro Köln TV“. Der Untertitel diffamiert die lokalen Kölner Medienangebote: „Hier kostenlos lesen, was die Lügenpresse für teures Geld verschweigt“. Dazu versendet man einen gleichnamigen Newsletter „Köln Unzensiert“. Report-K hat den so bezeichneten „regionalen politischen Nachrichtenblog“ unter die Lupe genommen und den Bundesvorsitzenden des Deutschen Journalistenverbandes (DJV) Frank Überall um eine Einordnung gebeten. Pro Köln spricht auf Nachfrage von report-K von „völliger Transparenz.“

afd_entscheidungen_24062017

Köln | Die AfD Köln teilt Medien ihre Entscheidungen mit und diese haben diese in Form von schriftlichen Mitteilungen entgegenzunehmen und können diese dann nur in dieser Form veröffentlichen. Damit werden Medien zu Verlautbarungsorganen und nicht zu unabhängigen Berichterstattern. Auch dann, wenn die Partei über Bundestagskandidaten entscheidet oder einen neuen Kreisvorstand wählt, nachdem der alte Vorstand zurückgetreten ist. Die AfD erhält als Partei Mittel vom Staat für ihre Finanzierung. Eine Beteiligung der Öffentlichkeit ist daher geboten, wird von der Partei aber regelmäßig abgelehnt. Auch beim Bundesparteitag der AfD in Köln wurden Medien ausgeschlossen, obwohl dort das Bundestagswahlprogramm verabschiedet wurde.

koalitionsvertragNRW_16062017

Köln | Der neue Koalitionsvertrag zwischen CDU und FDP in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist seit knapp einer Woche online. Nun äußert sich auch die Kölner SPD zum Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung in NRW und fasst ihre Auswirkungen für Köln zusammen. Am heutigen Vormittag spricht Jochen Ott, Vorsitzender der SPD Köln, vor allem drei Positionen im Koalitionsvertrag an: Bauen und Wohnen, Schule und Bildung sowie das Thema innere Sicherheit.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

digital_21122014

Aktuelle Nachrichten zur Netzpolitik und Netzökonomie in Deutschland.
---
Digitale Gadgets