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Abwasserpilze beschäftigen das Umweltministerium

Köln | Durch die kalten Temperaturen und landwirtschaftliche Abschwemmungen sind derzeit wieder viele Gewässer in NRW durch Verunreinigung gefährdet. Auch das Umweltministerium hat diese Gefahr erkannt.

Jetzt in der kalten Jahreszeit ist die Gefahr von durch Abwasserbakterien und -pilzen verunreinigte Fließgewässern wieder besonders hoch. Vor allem landwirtschaftlich genutzte Regionen sind davon betroffen. Insbesondere durch Abschwemmung organischer Stoffe in landwirtschaftlichen Betrieben sowie die unsachgemäße Lagerung von Jauche, Gülle oder Mist werden die Gewässer verunreinigt, weil sie massiv mit Mineralstoffen angereichert werden. Das führt zur Förderung der Bakterien und Pilze. Zusätzlich wird ihre Vermehrung bei Temperaturen um 4°Celsius begünstigt.

Daher ordnet das Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz in NRW nach der Zunahme an Abwasserpilzen im vergangenen Winter strengere Kontrollen an. So sollen vor allem mehr Gewässerschauen, Umweltinspektionen und Kontrollen landwirtschaftlicher Betriebe zu einer Minderung der Verunreinigungen führen. Zur Prävention werden Landwirten darüber hinaus Informationsveranstaltungen und Informationsbroschüren angeboten.

Die Bakterien und Pilze senken das Sauerstoffangebot im Gewässer drastisch. Für die Tier- und Pflanzenwelt in dem Biotop ist das fatal. Welche möglichen dauerhaften Folgen diese Belastung nach sich zieht, ist noch unklar. Sicher ist, dass Fließgewässer über ein Selbstreinigungsvermögen verfügen. So kann das Wasser eines verunreinigten Flusses schon nach wenigen Kilometern wieder die gleiche Qualität wie oberhalb der Belastungsquelle aufweisen. Eine sofortige Einstellung der Ursachen würde also zu einer schnellen Erholung der Gewässer führen.

Dennoch dürfe die Verschmutzung nicht unterschätzt werden, warnt der nordrheinwestfälische Umweltminister Johannes Remmel. Obwohl die Maßnahmen zur Vermeidung der Wasserverschmutzung in den vergangenen Monaten bereits positive Wirkungen zeigten, könne das Ministerium noch keine Entwarnung geben. Immer noch würden ungeprüfte Verschmutzungsquellen existieren. „Daher ist es notwendig, dass wir uns weiterhin mit der Problematik befassen und entschieden dagegen vorgehen.“, so Remmel.

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