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Laschet: Vorerst kein flächendeckender Lockdown im Kreis Gütersloh

Gütersloh | Nach dem Corona-Ausbruch bei Tönnies im nordrhein-westfälischen Kreis Gütersloh soll es vorerst keinen flächendeckenden Lockdown geben.

Man könne es zwar nicht ausschließen, aktuell gebe es aber "bessere zielgerichtete Maßnahmen", sagte NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) am Sonntag nach einem Besuch des Krisenstabs in Gütersloh. Es gelte weiterhin, dass das Geschehen "klar lokalisierbar" sei.
"Es hat bisher keinen signifikanten Übersprung hinein in die Bevölkerung des Kreises Gütersloh gegeben." Der Ursprung sei auf den einzelnen Betrieb zurückzuführen. Laschet machte allerdings auch deutlich, dass es ein "enormes Pandemie-Risiko" gebe.

"Wir haben es hier mit dem unvermindert größten einzelnen Infektionsgeschehen zu tun." In ganz NRW würden die Infektionszahlen seit den Lockerungen sinken, im Kreis Gütersloh sei das nicht so. Es sei jetzt die Aufgabe der Politik, ein Überspringen der Infektionen auf die Bevölkerung, die nicht in der Fleischindustrie beschäftigt sei, zu verhindern.

Das gestalte sich aufgrund der dezentralen Unterbringung der betroffenen Mitarbeiter allerdings schwierig, fügte der Ministerpräsident hinzu. Hintergrund ist der Corona-Ausbruch bei einem Betrieb von Tönnies in Rheda-Wiedenbrück. In diesem Zusammenhang wurden bisher 1.331 Personen positiv getestet.

Lauterbach wirft Laschet Unglaubwürdigkeit vor

SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach hat das Vorgehen des nordrhein-westfälischen Ministerpräsidenten Armin Laschet (CDU) zur Eindämmung der Corona-Infektionen bei dem Fleischproduzenten Tönnies kritisiert. "Armin Laschet macht sich und die gesamte Politik von Bund und Ländern im Umgang mit lokalen Infektionsausbrüchen lächerlich und unglaubwürdig", sagte Lauterbach der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Die vereinbarte Grenze von 50 Neuinfektionen pro Woche je 100.000 Einwohner sei in Gütersloh klar überschritten.

"Es ist völlig falsch, dass jetzt kein lokaler Lockdown im Kreis Gütersloh verhängt wird", so Lauterbach. "Damit bekommen die Menschen den Eindruck, dass die Politik sich nicht an die eigenen Regeln hält." In Heinsberg habe man damals mit einem Lockdown die Ausbreitung schnell kontrollieren können.

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