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Minister Schneider: Unternehmen sind gut beraten, junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte auszubilden

Köln | NRW-Arbeitsminister Guntram Schneider rät der Wirtschaft, sich stärker für junge Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu interessieren. Er verwies in diesem Zusammenhang bei einer Diskussions-Veranstaltung der Handwerkskammer Münster zum Thema Integration durch Ausbildung auf die Mehrsprachigkeit und interkulturelle Kompetenz dieser jungen Menschen. Diese Fähigkeiten seien ein besonderer „Mehrwert und Gewinn für die Betriebe“. Insofern sei es schon allein ökonomisch vernünftig, den Blick für diese Jugendlichen stärker zu öffnen.

Zudem gehe es beim Thema Ausbildung auch um gesellschaftliche Verantwortung. Minister Schneider forderte Unternehmerinnen und Unternehmer auf, „jungen Menschen mit Migrationshintergrund die gleichen Chancen wie allen anderen Bewerberinnen und Bewerbern zu geben“. Dies sei bislang nicht der Fall, wie Zahlen belegten. Nach wie vor würden Jugendliche mit Zuwanderungsgeschichte benachteiligt, wenn es um Chancen im Dualen Ausbildungssystem gehe. Bei den 20- bis 24-jährigen Jugendlichen aus dieser Gruppe habe etwa die Hälfte keinenBerufsabschluss. Dies seien doppelt so viele wie in der Gruppe der Jugendlichen ohne Zuwanderungsgeschichte. Minister Schneider geht davon aus, dass sich die Zahl der Jugendlichen
ohne Abschluss in NRW durch die flächendeckende Einführung des neuen Übergangssystems „Kein Abschluss ohne Anschluss“ von der Schule in den Beruf in den nächsten Jahren deutlich verringern wird. Voraussetzung sei aber, dass alle Partner des nordrhein-westfälischen Ausbildungskonsenses wie verabredet mitzögen: „Das Land hat seine Hausaufgaben gemacht. Es ist aber unabdingbar, dass die Wirtschaft in jedem Jahr ausreichend Ausbildungs- und Praktikumsplätze zur Verfügung
stellt.“ 2013 sind die Ausbildungsplatzzahlen in Nordrhein- Westfalen zum dritten Mal in Folge gesunken. Die Landesregierung hat dies beim Spitzengespräch zum Ausbildungskonsens in der vergangenen Woche kritisch angemerkt.
Besonders auffällig sei, dass sich auch bei den gut qualifizierten Frauen der Bildungs- und Ausbildungsstand nicht zufriedenstellend in Erwerbsarbeit übersetzt. Nur etwas mehr als 50 Prozent der Zuwanderinnen mit Hochschulreife sind erwerbstätig, gegenüber knapp 83 Prozent bei nicht zugewanderten Frauen mit entsprechender Qualifikation. Minister Schneider: „Wir haben mit unserem Landesanerkennungsgesetz eine Grundlage geschaffen, wie ausländische Abschlüsse schneller geprüft und anerkannt werden können. Daher appelliere ich an alle Migrantinnen: Nutzen Sie diese Chance und ermöglichen Sie sich damit eine Berufsperspektive in Deutschland.“
Gleichzeitig richtete der Minister einen Appell an die Wirtschaft: „Bemühen Sie sich in Zukunft verstärkt um die häufig noch brach liegenden Potenziale von ausländischen Zuwanderinnen. Sie sind in vielerlei Hinsicht ein Gewinn für die nordrhein-westfälischen Unternehmen: Sie sind zum Teil hochqualifiziert, sie haben zusätzliche Sprachkenntnisse und verfügen durch ihre Migrationsgeschichte über die von uns als Einwanderungsland NRW benötigte interkulturelle Kompetenz. Das kann im Handel, in der Industrie aber auch im Handwerk von großer Bedeutung sein.“

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