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NRW hat noch keine Impfstrategie

Düsseldorf | Drei Corona-Impfstoffe stehen vor der Zulassung, das größte deutsche Bundesland NRW hat aber bislang noch keine Impfstrategie. Klar sei lediglich, dass Menschen mit Vorerkrankungen Vorrang hätten, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) am Montag. Wie genau die Auswahl und die Benachrichtigung der Begünstigten erfolge, sei aber noch offen.

Behörden jedenfalls könnten nicht entscheiden, wer zuerst geimpft werde, da diese keine medizinischen Daten hätten. Die Hausärzte sollten seiner Ansicht nach bei der Auswahl "eine große Rolle" spielen, sagte Laumann, dies müsse aber "in den nächsten Tagen" mit der Kassenärztlichen Vereinigung und den Krankenkassen verabredet werden, so der NRW-Gesundheitsminister. In jedem Landkreis und jeder kreisfreien Stadt soll es ein Impfzentrum geben.

Hessen will Corona-Impfzentren täglich von 7 bis 22 Uhr öffnen

Hessen will die 30 geplanten Corona-Impfzentren täglich von 7 bis 22 Uhr öffnen. Das sagte Hessens Innenminister Peter Beuth (CDU) am Montag. Pro Tag sollen dort 1.000 Impfungen durchgeführt werden, es soll einen automatisierten Terminvergabeprozess geben, sagte Beuth.

Die Details würden noch geklärt. Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) sagte, vier Millionen Hessen müssten geimpft werden, um einen ausreichenden Schutz in der Bevölkerung zu erreichen. Da vermutlich jeweils zwei Impfungen notwendig seien, rechne man mit einem Zeitraum von acht bis neun Monaten.

Klar sei aber auch, dass dies nur ein Plan sei, noch stünde kein Impfstoff zur Verfügung, sagte Bouffier.

Deutscher Impfstoffhersteller IDT erwartet Zulassung erst Ende 2021

Während große Forschungsteams bereits hohe Wirkungsgrade melden, erwartet das deutsche Pharmaunternehmen IDT Biologika eine Zulassung seines Corona-Impfstoffs erst Ende 2021. Mitte nächsten Jahres soll eine großangelegte Phase-3-Studie starten, unter anderem auch in Afrika, sagte IDT-Chef Jürgen Betzing am Montag während eines Besuchs von Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in Dessau.

Der gab bekannt, dass die Bundesregierung bereits einen Vertrag mit IDT über eine Lieferung von fünf Millionen Impfdosen abgeschlossen und 30 Millionen Euro für den Aufbau von Produktionskapazitäten bereitgestellt habe. Man unterstütze mehrere Technologien und Hersteller, für den Fall, dass "einer nicht ins Ziel kommt, aus welchen Gründen auch immer", sagte Spahn.

IDT ist neben Curevac und Biontech einer von drei deutschen Impfstoffherstellern. IDT stellt nach eigenen Angaben auch Astrazeneca Produktionskapazitäten zur Verfügung. Dieser Pharmakonzern hatte am Morgen bekannt gegeben, dass sein zusammen mit der Oxford University entwickelte Corona-Impfstoff eine Wirksamkeit von 70 Prozent habe.

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