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Stamp verlangt Öffnungsperspektive ab März

Düsseldorf | Vor dem nächsten Corona-Gipfel von Bund und Ländern fordert Nordrhein-Westfalens Vizeregierungschef Joachim Stamp (FDP) zeitnahe Öffnungsperspektiven für den Handel und weitere Bereiche. Es müsse "zwingend ein Weg aufgezeigt werden, wie ab März nacheinander gesellschaftliche Bereiche öffnen können, wenn unterschiedliche Indikatoren stimmen", sagte der stellvertretende Ministerpräsident der "Welt" (Freitagausgabe). "Wir erwarten einen Entwurf, in denen verschiedene Phasen deutlich werden und der den Ländern Gestaltung lässt."

Es sei gerade für den Handel "existenziell notwendig", dass Öffnungsschritte so schnell wie möglich kommen. "Mit personalisierten, negativen Selbsttests könnte man den Zugang sehr einfach ermöglichen", so Stamp. Wenn die logistische Umsetzung gelinge, ließe sich das in der nächsten Phase auf Kultur, Sport und möglicherweise auch auf die Außengastronomie ausweiten.

"Die Verfügbarkeit von Schnelltests und zertifizierten Selbsttests wird uns neue Möglichkeiten eröffnen, dies gilt auch für Apps zur einfacheren Dokumentation und Nachverfolgung von Kontakten", argumentierte der Familien- und Integrationsminister von NRW. Rückblickend kritisierte der Landeschef der NRW-FDP dass der aktuelle Lockdown zu lange dauere: "Ich hätte es begrüßt, wenn wir weniger beschränkt hätten, diese Beschränkungen aber konsequenter durchgesetzt hätten." Stamp warnte davor, Inzidenzwerte als alleinigen Maßstab zu betrachten: "Es ist aus meiner Sicht falsch, sich nur an Inzidenzen zu orientieren. Wir müssen auch andere Indikatoren berücksichtigen."

Der Liberale verwies auf sein "Phasenmodell" und auf weitere Kriterien wie Verfügbarkeit von Tests, Impffortschritt und digitale Kontaktverfolgung.

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