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80 Medienschaffende im Jahr 2018 getötet – 348 sitzen in Haft

Berlin | Im zu Ende gehenden Jahr 2018 sind weltweit mindestens 80 Journalisten und andere Medienmitarbeiter in direktem Zusammenhang mit ihrer Arbeit getötet worden – mindestens 348 sitzen weltweit in Haft. Das geht aus Zahlen der Organisation "Reporter ohne Grenzen" (ROG) hervor, die am Dienstag in einer Jahresbilanz vorgestellt wurden. Die Zahl der Getöteten stieg im Vorjahresvergleich um 15. Mehr als die Hälfte von ihnen kam in nur fünf Ländern ums Leben, am gefährlichsten war die Arbeit in Afghanistan, wo 15 Medienschaffende ums Leben kamen.

Elf starben in Syrien, neun in Mexiko, acht im Jemen und sechs in Indien. Auch in den USA starben in diesem Jahr sechs Journalisten, vier von ihnen wurden beim Anschlag auf die Lokalzeitung Capital Gazette an 28. Juni gezielt getötet. 44 Medienschaffende starben in Gebieten mit bewaffneten Konflikten, 36 außerhalb solcher Gebiete.

Wie schon im Vorjahr war Mexiko das Land ohne bewaffneten Konflikt, in dem die meisten Journalisten ermordet wurden. 49 der im Jahr 2018 getöteten Medienschaffenden wurden wegen ihrer journalistischen Tätigkeit gezielt ermordet, hieß es, die übrigen 31 kamen im Einsatz ums Leben. Unter den Getöteten waren 63 professionelle Journalisten, 13 Bürgerjournalisten sowie vier Tontechniker und Fahrer.

Drei der Getöteten waren Frauen. In den vergangenen zehn Jahren wurden weltweit 702 professionelle Journalisten getötet, so ROG weiter. Ähnlich wie bei den getöteten Medienschaffenden sieht die Lage bei den Inhaftierten aus: Knapp die Hälfte der weltweit in Haft befindlichen Journalisten sitzt in nur fünf Ländern im Gefängnis: in China (60), Ägypten (38), der Türkei (33), im Iran (28) und in Saudi-Arabien (28).

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