Politik Nachrichten Politik Welt

Amnesty International beklagt eigene Situation in der Türkei

Hamburg | Die Türkei-Expertin von Amnesty International in Deutschland, Amke Dietert, hat der türkischen Regierung vorgeworfen, sie wolle Menschenrechtsorganisationen in der Türkei endgültig zum Schweigen bringen.

Mit der Verhaftung der Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International, Idil Eser, und sieben weiterer Vertreter von Menschenrechtsorganisationen "soll offenbar die Kritik innerhalb der Türkei an den Menschenrechtsverletzungen vollends mundtot gemacht werden", sagte Dietert der "Heilbronner Stimme" (Freitag). Die gegen Eser vorgebrachten Vorwürfe der "Mitgliedschaft in einer bewaffneten terroristischen Vereinigung" seien absurd und entbehrten jeglicher Grundlage, klagte Dietert kurz vor dem Jahrestag des Putsches in der Türkei.

"Die Menschenrechtsverteidiger und alle anderen aus politischen Gründen Inhaftierten in der Türkei brauchen unsere Solidarität. Und wir hoffen, dass dies auch in der Türkei nicht unwidersprochen hingenommen wird und das einer noch breiteren Öffentlichkeit bewusst wird, was von den pauschalen Terrorismusvorwürfen der türkischen Regierung zu halten."

Zurück zur Rubrik Politik Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Welt

Wien | Im Streit um das Atomabkommen mit dem Iran warnt Österreich die Regierung von US-Präsident Trump vor einem Bruch des Völkerrechts. "Wenn die wiedereingeführten US-Sanktionen künftig tatsächlich auch über das amerikanische Staatsgebiet hinaus gelten, dann ist das ein klarer Bruch des Völkerrechts seitens der USA", sagte Österreichs Außenministerin Karin Kneissl der "Welt". Die Sanktionsandrohungen der US-Amerikaner gegen europäische Unternehmen, die nach dem Ausstieg Washingtons aus dem Nuklearabkommen weiterhin mit dem Iran Geschäfte machen wollen, könnten "nicht einfach hingenommen werden", so Kneissl weiter.

Puigdemont_Dino-Geromella_Shutterstock-com_101017

Schleswig | Der I. Strafsenat des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts hat einen Antrag des Generalstaatsanwalts auf Wiederinvollzugsetzung des Auslieferungshaftbefehls gegen Carles Puigdemont zurückgewiesen. Das teilte das Gericht am Dienstag mit. Erst Minuten zuvor hatte die Generalstaatsanwaltschaft bekannt gemacht, bereits vor knapp zwei Wochen den Antrag gestellt zu haben.

Rom | Die italienische 5-Sterne-Bewegung hat den Juraprofessor Giuseppe Conte als Kandidat für das Ministerpräsidentenamt benannt.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS