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Bericht: EU-Kommission zitiert Impfstoff-Hersteller zu Krisengipfel

Brüssel | Die EU-Kommission hat offenbar die führenden Hersteller von Corona-Impfstoffen zu geheimen Krisengesprächen in der kommenden Woche eingeladen. Das berichtet das Wirtschaftsmagazin "Business Insider" unter Berufung auf EU-Kreise. Bei den Gesprächen soll es darum gehen, wie die Impfstoffproduktion in Europa beschleunigt werden kann.

"Business Insider" zitiert eine Sprecherin der EU-Kommission, dass in der kommenden Woche gleich zwei Treffen der Kommission mit Impfstoff-Herstellern und Firmen stattfinden sollen. Dabei geht es um den kompletten Impfstoffprozess, also auch um Zulieferer. Organisiert werden die Gipfeltreffen von Binnenmarkt-Kommissar Thierry Breton, der auch die EU-Taskforce für Impfstoffproduktion leitet.

Feste Termine und eine Teilnehmerliste für die Treffen konnte die Sprecherin noch nicht nennen. "Unsere Idee ist es, diese Konzerne und Firmen zusammenzubringen, um die Prozesse in der Impfstoffproduktion entlang der kompletten Warenkette zu beschleunigen", sagte die Kommissionssprecherin, "von den Rohmaterialien bis zur Abfüllung". Hintergrund der EU-Einladung zu den Krisengipfeln kommende Woche ist der anhaltende Mangel an Corona-Impfstoff in Europa.

Erst am Samstag hatte Astrazeneca verkündet, seine versprochenen Liefermengen an die EU in den kommenden Wochen nicht einhalten zu können. Laut "Business Insider" entschuldigt der Konzern seine Lieferprobleme in Gesprächen mit EU-Vertretern unter anderem damit, dass seine Produktionsstätten in der EU - anders als jene in Großbritannien - noch nicht bei "voller Kapazität" arbeiten würden. Auch beim US-Hersteller Johnson&Johnson kommt es zu Lieferproblemen in die EU. Für das zweite Quartal erwartet die EU-Kommission die Lieferung von 55 Millionen Dosen Corona-Impfstoff.

Zuletzt war unklar, ob Johnson&Johnson dieses Lieferversprechen einhalten kann auch, weil die USA den Export von dort abgefüllten Impfstoffdosen in die EU verweigern. Nach Informationen von "Business Insider" gestalten zudem mögliche Lieferprobleme des US-Herstellers Novavax die laufenden Vertragsgespräche zwischen diesem und der EU-Kommission als schwierig. Novavax könne womöglich erst ab 2022 liefern, zitiert das Magazin aus EU-Kreisen. Für die EU-Kommission sei das nicht hinnehmbar. Ein Sprecher der Kommission wollte das auf Anfrage von "Business Insider" nicht kommentieren und verwies auf die laufenden Verhandlungen.

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