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Bundesbank: China könnte Digitalwährung nächstes Jahr haben

Frankfurt/Main | Die Deutsche Bundesbank rechnet damit, dass China schon im nächsten Jahr mit einer neuen Digitalwährung flächendeckend an den Start gehen könnte - und damit auch Europa unter Druck setzt, eine Antwort vorzulegen. "In China wird der digitale Yuan jetzt in vier Regionen getestet", sagte Bundesbank-Vorstand Burkhard Balz der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Freitagsausgabe). "Dort könnte es im nächsten Jahr schon in der Fläche losgehen."

Wenn China die digitale Währung einführe, gerieten auch die Vereinigten Staaten unter Druck, etwas Vergleichbares mit dem Dollar zu machen, um dessen internationale Stellung zu sichern: "Und das würde auch den Handlungsdruck für das Eurosystem erhöhen." Seit vergangener Woche testet auch die EZB eine digitale Währung, den Digitaleuro. "Dort geht es gerade darum, Ideen auszutesten, wie der digitale Euro auch technisch umgesetzt werden könnte", sagte Balz der FAZ. Zwei Möglichkeiten habe die Notenbank in die engere Wahl genommen: Eine Kontenlösung, bei der die Bürger das neue Digitalgeld auf Konten bei der Notenbank halten könnten - und eine Geldbörsen-Lösung, bei der die digitalen Euro auf einer Wallet, also einer elektronischen Geldbörse, auf dem Smartphone gehalten würden.

"Von dort aus könnte man sie dann zum Bezahlen nutzen", sagte der Bundesbank-Vorstand. In den Tests der EZB werde gerade noch damit experimentiert und noch nicht wirklich programmiert. "Das Bargeld wird dafür nicht abgeschafft - darüber herrscht im Eurosystem große Einigkeit", sagte Balz.

Befürchtungen, dass das neue Digitalgeld genutzt werden könnte, um Negativzinsen für alle auch jenseits der Bankguthaben einzuführen, könnte man entgegentreten, indem man dies ausdrücklich bis zu einer bestimmten Grenze untersage, so der Bundesbankvorstand: "Vielleicht würde das die Befürchtungen etwas dämpfen." Hinsichtlich der Anonymität sei es wichtig, für den nötigen Datenschutz der Bürger zu sorgen, aber auch, wie beim Bargeld, die missbräuchliche Nutzung etwa für Geldwäsche oder andere kriminelle Aktivitäten so weit wie möglich zu vermeiden, forderte der Bundesbank-Vorstand.

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