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Dänische Regierung verliert Mehrheit im Parlament

Kopenhagen | Dänemarks bisherige Regierung unter Lars Lokke Rasmussen hat ihre Mehrheit im Parlament wohl verloren. Laut einer Nachwahlbefragung von Danmarks Radio, die am Mittwochabend veröffentlicht wurde, kann Rasmussens liberale Partei Venstre zwar leicht 1,4 Prozent gewinnen und wird mit 20,9 Prozent und etwa 37 Sitzen im Parlament zweit- anstatt wie bisher dritttärkste Kraft. Die oft als rechtspopulistisch klassifizierte Dänische Volkspartei verliert aber über die Hälfte der bisherigen Stimmen und kommt laut Nachwahlbefragung nur noch auf 9,8 Prozent und 18 Sitze.

Sie hatte Rasmussen bislang unterstützt. Die Sozialdemokraten mit Mette Frederiksen an der Spitze hingegen verlieren zwar laut "Exit Poll" ein Prozent, bleiben aber mit 25,3 Prozent und 45 Sitzen stärkste Kraft in Dänemark und könnten nun mithilfe mehrerer kleiner Parteien auch eine Regierung bilden. Frederiksen hatte einerseits auf traditionelle linke Sozialpolitik gesetzt, ihre Partei aber andererseits in der Asylpolitik kräftig nach rechts gerückt.

So hatte die 41-Jährige weniger Zuwanderung aus nicht-westlichen Ländern, Arbeitspflicht für anerkannte Flüchtlinge und mehr Abschiebungen versprochen.

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