Politik Nachrichten Politik Welt

fabrik_pixabay_23062018

Ex-US-Finanzminister Summers greift US-Präsident Trump frontal an

Washington | Der frühere US-Finanzminister und Weltbank-Chefökonom Lawrence Summers geht scharf mit US-Präsident Donald Trump und dessen Handelspolitik ins Gericht. "Es spricht nur sehr wenig dafür, dass Getöse und Drohungen in diesem Ausmaße positive Effekte zeitigen. Und dass unsere traditionellen Verbündeten inzwischen größere Sympathien für China haben als für uns, ist eine außergewöhnlich negative diplomatische Leistung", sagte Summers in der aktuellen Ausgabe des "Spiegel".

Trump hatte kürzlich neue Zölle auf chinesische Waren im Wert von 200 Milliarden Dollar angekündigt, sollte Peking frühere US-Aufschläge mit Vergeltungszöllen kontern. Hart kritisiert Summers auch Peter Navarro, Trumps Chefberater in Handelsfragen: "Ich glaube, kein Ökonom, egal, welcher Denkschule, nimmt ihn und seine Theorien zum Handelsdefizit ernst." Der Zorn unter US-Firmenchefs sei gewaltig, sagte Summers, ehedem enger Mitarbeiter der demokratischen Präsidenten Bill Clinton und Barack Obama.

"Die Konzerne sind entsetzt über das, was die Regierung macht. Der Präsident genießt nur wenig Glaubwürdigkeit. Viele Konzernchefs fürchten, dass Trumps stümperhaftes Vorgehen auf sie zurückschlägt und Wettbewerbern aus Europa und Japan hilft. Ganz abgesehen davon, dass sich niemand freut, wenn wegen der Zölle auf Stahl und Aluminium die Materialkosten substanziell steigen." Die wahren Verlierer von Trumps Handelspolitik, so Summers, seien die Anhänger des Präsidenten. "Trumps Wähler werden am stärksten unter seiner Politik leiden. Denn die Wettbewerbsfähigkeit der US-Unternehmen wird wegen höherer Importpreise abnehmen, das Handelsdefizit sogar größer werden." Viele Betriebe würden wegen höherer Stahlpreise Schwierigkeiten bekommen und müssten Leute entlassen, so Summers weiter. Zudem sänke die Kaufkraft. "Dann werden viele seiner Wähler feststellen, dass sich seine Politik direkt gegen sie richtet."

Zurück zur Rubrik Politik Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Welt

Wien | Frank Überall, Vorsitzender des Deutschen Journalisten-Verbandes (DJV), äußert scharfe Kritik am Vorgehen des österreichischen Innenministerium. Das Ministerium hatte die Polizei in einer internen Mail vor bestimmten Medien gewarnt und empfohlen, die Zusammenarbeit mit diesen Zeitungen auf ein Minimum zu beschränken.

Brüssel | Die EU-Kommission verklagt Polen wegen der umstrittenen Justizreform vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH). Das polnische Gesetz über das Oberste Gericht verstoße gegen EU-Recht, da es den Grundsatz der richterlichen Unabhängigkeit und insbesondere auch der Unabsetzbarkeit von Richtern untergrabe, teilte die Brüsseler Behörde am Montag mit. Die polnische Regierung habe die rechtlichen Bedenken der Kommission nicht ausräumen können.

Moskau | Russlands Präsident Wladimir Putin will das Pipelineprojekt Nord Stream 2 komplett mit russischen Mitteln finanzieren, sollte das Betreiberkonsortium durch neue Sanktionen bedroht werden. Nach Informationen der "Süddeutschen Zeitung" (Wochenendausgabe) informierte Putin die Bundesregierung bei seinem Besuch in Meseberg am 18. August über entsprechende Pläne. Damit machte der Präsident klar, dass er die Gasleitung auch gegen amerikanischen Widerstand durchsetzen will.

Ehrenamtspreis Köln 2018

ehrenamtspreis_zusammen_31082108neu_klein

Die Kölner Ehrenamtspreisträger 2018

In einer Multimedia-Reportagereihe beschäftigte sich report-K Redakteur Ralph Kruppa im Vorfeld des Kölner Ehrenamtstages am 2. September 2018 mit den Gewinnern des Ehrenamtspreises der Stadt Köln in den Kategorien Einzelpersonen und Vereine/Initiativen. Ergebnis ist eine Serie, die eine beeindruckende Vielfalt an Themen sowie einen Einblick in die Geschichten der einzelnen gewürdigten Persönlichkeiten zeigt.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

KARNEVAL NACHRICHTEN