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Militär übernimmt Kontrolle in Simbabwe

Harare | In Simbabwe hat das Militär in der Nacht zu Mittwoch nach eigenen Angaben die Kontrolle über den Staat übernommen. Die Armee dementierte aber einen Putsch gegen Machthaber Robert Mugabe. Es gehe vielmehr darum, Verbrecher im Umfeld Mugabes ins Visier zu nehmen, sagte Generalmajor Sibusiso Moyo in einer Fernsehansprache.

Mugabe und seine Familie seien in Sicherheit. In der Nacht hatte es Berichten zufolge zunächst mehrere Explosionen in der Hauptstadt Harare gegeben. Zuvor war die Militärpräsenz erhöht worden.

Das Auswärtige Amt forderte deutsche Staatsbürger wegen der angespannten Lage auf, in ihren Unterkünften zu verbleiben, sich von Menschenansammlungen fernzuhalten und die Lageentwicklung über die lokalen Medien zu verfolgen. "Von Kommentaren zur aktuellen politischen Lage in Simbabwe, auch über die sozialen Medien, wird abgeraten", teilte das Auswärtige Amt mit. Zuletzt hatten die politischen Spannungen in Simbabwe zugenommen.

Nachdem Mugabe in der vergangenen Woche Vizepräsident Emmerson Mnangagwa gefeuert hatte, war es zum Bruch zwischen Mugabe und dem Militär gekommen. Mugabe ist in Simbabwe seit 1980 an der Macht, seit etwa 2000 regiert er das Land im südlichen Afrika offen als Diktator.

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