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Offiziell: Britische Regierung verschiebt Brexit-Abstimmung

London | aktualisiert | Die Abstimmung des britischen Unterhauses über den Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der Europäischen Union wird verschoben. Das teilte die britische Premierministerin Theresa May am Montagnachmittag im Parlament in London mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. 

May bestätigt Verschiebung der Brexit-Abstimmung

Die Abstimmung des britischen Unterhauses über den Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der Europäischen Union wird verschoben. Das teilte die britische Premierministerin Theresa May am Montagnachmittag im Parlament in London mit und bestätigte damit entsprechende Medienberichte. "Das Abkommen wäre mit einer großen Mehrheit abgelehnt worden", sagte May.

Wann die Abstimmung stattfinden soll, gab sie nicht bekannt. May kündigte unterdessen an, mit Brüssel nachverhandeln zu wollen. Die EU-Kommission lehnt derweil Nachverhandlungen strikt ab.

Eine Mehrheit für die Brexit-Vereinbarung im Parlament ist aktuell nicht in Sicht. Etwa 100 der 315 Abgeordneten aus Mays Partei hatten angekündigt, den bisherigen Entwurf des Brexit-Abkommens nicht zu unterstützen. Knackpunkt im vorliegenden Entwurf ist die strittige Frage zum zukünftigen Grenzstatus zwischen dem britischen Nordirland und dem EU-Mitglied Irland.

Mit dem EU-Austritt würden durch eine neue EU-Außengrenze mit Grenzkontrollen und Zollvorschriften viele Probleme entstehen. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union soll aktuellen Planungen zufolge am 29. März 2019 rechtskräftig werden.

Das passierte zuvor: May verschiebt Brexit-Abstimmung

Die Abstimmung des britischen Unterhauses über den Brexit-Deal zwischen Großbritannien und der Europäischen Union wird offenbar verschoben. Das berichten mehrere britische Medien übereinstimmend unter Berufung auf Regierungskreise. Großbritanniens Premierministerin Theresa May will sich demnach um 15:30 Uhr Ortszeit (16:30 Uhr deutscher Zeit) im Parlament äußern.

Es wird erwartet, dass sie die Verschiebung dann offiziell ankündigen wird. Bisher hatte Mays Regierung darauf bestanden, dass am Dienstagabend nach einer fünftägigen Debatte über den Deal abgestimmt wird. Allerdings ist eine Mehrheit für die Brexit-Vereinbarung im Parlament aktuell nicht in Sicht.

Ein möglicher neuer Termin für die Brexit-Abstimmung ist noch nicht bekannt. Die schottische Regierungschefin Nicola Sturgeon kritisierte May für die Verschiebung. "So it is confirmed - pathetic cowardice it is from PM", schrieb Sturgeon auf Twitter.

May stelle einmal mehr die Interessen der eigenen Partei über alles andere. Der Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union soll aktuellen Planungen zufolge am 29. März 2019 rechtskräftig werden.

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