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Polens Ministerpräsident hält neue Reparationszahlungen für geboten

Warschau | Kurz vor dem 80. Jahrestag des Beginns des Zweiten Weltkriegs hat Polens Ministerpräsident Mateusz Morawiecki neue Reparationszahlungen verlangt.

"Polen hat von Deutschland bis heute keine angemessene Kompensation für die Gräueltaten des Zweiten Weltkriegs bekommen", sagte Morawiecki den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Donnerstagsausgaben). "Wir haben sechs Millionen Menschen im Zweiten Weltkrieg verloren - weit mehr als andere Staaten, die umfangreiche Reparationszahlungen erhalten haben. Das ist nicht fair. Dabei kann es nicht bleiben." Eine Summe wollte Morawiecki noch nicht nennen.

"Das wird gerade von einer parlamentarischen Kommission untersucht, die noch einige Monate arbeiten wird", sagte er. "Es gibt viel zu analysieren. Mehr als 1.000 polnische Dörfer sind von Deutschen ausgelöscht worden. Wir werden die Summe, die wir fordern, seriös ermitteln." Den Einwand, dass Warschau 1953 vertraglich auf Reparationen verzichtet habe, ließ der Ministerpräsident nicht gelten. "Das war ein Vertrag zwischen Polen und der DDR, den wir nicht anerkennen", sagte er.

"Beide Staaten waren damals Teil des sowjetischen Blocks."

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