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Queen-Gitarrist Brian May: "Brexit ist ein Desaster"

London | Queen-Gitarrist Brian May hat eindringlich vor den Folgen des Brexit gewarnt. "Es ist ein Desaster, weil die Verluste, die dadurch entstehen, für uns gewaltig sein werden", sagte der Musiker der "Welt am Sonntag". "Der Brexit ist das Dümmste, was Großbritannien in meiner Lebenszeit je gemacht hat."

Der 70-jährige Engländer übte auch scharfe Kritik an der britischen Premier-Ministerin Theresa May und deren Vorgänger David Cameron. "Sie ist, wie Cameron vor ihr, getrieben von Eitelkeit und Machthunger", sagte er. "Es war von Anfang an falsch, die Briten aufzufordern, über den Brexit abzustimmen, von dessen Tragweite die meisten keine Ahnung hatten. Mich regt auf, dass es ein paar wenige Politiker geschafft haben, uns in diesen Graben zu stoßen. Ich hoffe sehnlichst, dass wir es schaffen, uns da wieder herauszuarbeiten." Er selbst habe sich immer als Europäer gesehen.

"Für mich und für viele andere Briten ist das eine absolute Tragödie, weil die Geschichte in die falsche Richtung geht", sagte May der "Welt am Sonntag". "Mir war immer wichtig, Gemeinsamkeiten herauszudeuten und zusammenzuarbeiten. Der Brexit zerstört die Arbeit einer ganzen Generation, die Europa zusammengebracht hat."

Musik hätte für ihn und Queen, nicht nur in diesem Kontext, immer eine erstaunliche, heilsame Kraft gehabt. "Weil wir mit Songs wie `We Will Rock You` und `We Are The Champions` die Menschen zusammengebracht haben. Überall auf der Welt", sagte er. "Das sind für mich wertvolle Momente, Erlebnisse, von denen ich glauben möchte, dass sie es unwahrscheinlicher machen, dass es zu Kriegen kommt."

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