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Streit nach Kongo-Wahl eskaliert weiter

Kinshasa | Nach den Wahlen in der Demokratischen Republik Kongo eskaliert der Streit zwischen den beiden Kandidaten Martin Fayulu und Félix Tshisekedi weiter. Das Oberste Gericht bestätigte nun das offizielle Ergebnis, wonach Tshisekedi die Wahl gewonnen habe und neuer Präsident des Landes werde. Fayulu, der die Prüfung durch das Gericht beantragt hatte, regierte umgehend und erklärte sich selbst zum "legitimen Präsidenten".

Die internationale Gemeinschaft rief er auf, das offizielle Wahlergebnis nicht anzuerkennen, von seinen Anhänger forderte er landesweiten Protest. Mit der Wahl am 30. Dezember sollte es erstmals in der Geschichte des Landes eine demokratische Übergabe des Amtes geben, da der bisherige Präsident Joseph Kabila nicht mehr antreten durfte. Erst am 10. Januar wurde das Wahlergebnis bekanntgegeben, zwischenzeitlich wurden Radiosender durch die Regierung abgeschaltet und der Internetverkehr und SMS-Versand unterbrochen.

Wahlbeobachter sprachen von großen Unregelmäßigkeiten. Bereits am Tag der Verkündung gab es bei Auseinandersetzungen zwischen Demonstranten und der Polizei elf Tote, mehrere Dutzend weitere Opfer folgten bei den andauernden Protesten und Zusammenstößen seitdem.

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