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Trump und Kim zu historischem Treffen zusammengekommen

Singapur | aktualisiert | US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben sich bei einem historischen Treffen die Hand gegeben. Um kurz nach 9 Uhr Uhrzeit (3 Uhr deutscher Zeit) trafen sie in einem Hotel in Singapur zusammen. Während im Hintergrund nordkoreanische und US-amerikanische Flaggen aufstellt waren, liefen die die beiden Staatschefs aufeinander zu und schüttelten 12 Sekunden lang die Hände.

Anschließend zogen sie sich zu einem persönlichen Gespräch zurück, an dem neben den beiden Staatschefs nur zwei Dolmetscher, ein Mann und eine Frau, teilnehmen sollten.

Trump bezeichnet erstes Gespräch mit Kim als "very, very good"

US-Präsident Donald Trump hat das erste Gespräch mit Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un gelobt. "Very good. Very, very good. Excellent relationship", sagte Trump am Dienstag nach einer etwa 40-minütigen Unterhaltung mit Kim in Singapur, an der außer den beiden Protagonisten nur zwei Dolmetscher teilgenommen hatten. In ersten Worten sagte Kim, es habe viele Hindernisse auf dem Weg zu diesem Treffen gegeben, aber sie seien alle überwunden worden.

Trump sagte, die USA und Nordkorea würden eine hervorragende Beziehung haben, daran habe er keine Zweifel. Nach dem persönlichen Gespräch wurde der Gipfel in größerer Runde fortgesetzt, an der neben den Staatschefs unter anderem auch US-Außenminister Mike Pompeo teilnahm. Unterdessen sagte der frühere US-Basketballstar Dennis Rodman am Dienstag dem Nachrichtensender CNN, wenn man über Basketball spreche, könne Kim durchaus auch selbst Englisch verstehen. Rodman hatte Kim mehrfach persönlich getroffen.

Trump und Kim wollen Vereinbarung unterzeichnen

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben sich auf eine schriftliche Vereinbarung geeinigt. Diese solle in Kürze unterzeichnet werden, sagte Trump am Dienstag nach einem gemeinsamen Mittagessen mit Kim in Singapur. Das Treffen sei besser gelaufen, als irgendjemand hätte erwarten können, so Trump. Über den Inhalt des Dokuments sagte der US-Präsident zunächst nichts.

Trump und Kim unterzeichnen Vereinbarung

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben beim Gipfeltreffen in Singapur eine gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Das Dokument sei "sehr wichtig und sehr umfangreich", sagte Trump am Dienstag bei der Unterzeichnung. "Die Welt wird große Veränderungen sehen", sagte Kim. Details über den Inhalt des Dokuments waren zunächst nicht bekannt. Trump will sich später bei einer Pressekonferenz äußern.

Trump und Kim einigen sich auf Denuklearisierung Koreas

US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un haben sich beim Gipfeltreffen in Singapur darauf geeinigt, auf eine "vollständige Denuklearisierung" der koreanischen Halbinsel hinzuarbeiten. Das geht aus einem Dokument hervor, welches Trump und Kim am Dienstag zum Abschluss des Gipfels unterzeichnet haben. Im Gegenzug zu der Verpflichtung Kims zur kompletten atomaren Abrüstung sagte Trump Nordkorea Sicherheitsgarantien zu.

Des Weiteren einigten sie sich darauf, sich für Frieden und Wohlstand in Nord- und Südkorea einzusetzen. US-Außenminister Mike Pompeo und ein entsprechender hochrangiger nordkoreanischer Vertreter sollen so bald wie möglich weitere Verhandlungen führen, um die am Dienstag vereinbarten Schritte umzusetzen.

Trump: Sanktionen gegen Nordkorea bleiben vorerst in Kraft

Die Sanktionen gegen Nordkorea sollen auch nach dem Gipfeltreffen von US-Präsident Donald Trump und Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un vorerst in Kraft bleiben. Das sagte Trump am Dienstagnachmittag (Ortszeit) nach dem Treffen mit Kim in Singapur. Nach dem Gipfel sei man aber bereit, ein "neues Kapitel in der Geschichte unserer Nationen" zu eröffnen.

"Wir träumen von einer Zukunft, in der alle Koreaner gemeinsam in Harmonie leben können", sagte Trump. Die gemeinsamen Militärübungen mit Südkorea wolle er stoppen. Außerdem versprach er die baldige offizielle Beendigung des Korea-Krieges.

Verhaltene Reaktionen aus Deutschland auf USA-Nordkorea-Gipfel

Spitzenpolitiker aus Deutschland haben verhalten auf die Ergebnisse des Gipfeltreffens zwischen US-Präsident Donald Trump und dem nordkoreanischen Machthaber Kim Jong-un reagiert. "Das Treffen bleibt bis auf Weiteres ein ungedeckter Scheck, denn die gemeinsame Abschlusserklärung ist wenig konkret und lässt viele Fragen offen", sagte FDP-Fraktionsvize Alexander Graf Lambsdorff am Dienstag. Ob damit der Grundstein für die nukleare Abrüstung von Nordkorea gelegt sei, bleibe abzuwarten.

"Die Absichtsbekundung einer Denuklearisierung Nordkoreas ist das eine, klare Schritte und Bedingungen zur Erreichung dieses Ziels sind das andere", fügte der FDP-Politiker hinzu. "Ob diese Ankündigung das Papier wert ist, auf dem sie steht, bleibt abzuwarten", sagte Linken-Chefin Katja Kipping. Das am Dienstag in Singapur unterzeichnete Papier sei nur ein Teilerfolg, "weil Trump und Kim Jong-un weiterhin völlig unberechenbare Staatschefs bleiben, denen das eigene Ego wichtiger zu sein scheint, als das Wohl der Menschen in ihrer politischen Obhut".

Linksfraktionschef Dietmar Bartsch äußerte sich etwas optimistischer: "Minus mal minus ergibt plus. Mögen den angekündigten Worten wirkliche Taten zur Deeskalation und Abrüstung auf der koreanischen Halbinsel folgen", sagte er. Der außenpolitische Sprecher der Unions-Bundestagsfraktion, Jürgen Hardt (CDU), sagte, dass das Treffen zwischen Trump und Kim "ein großer und wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem atomwaffenfreien Nordkorea und einer Friedenslösung für die koreanische Halbinsel" sei.

Die Übereinkunft müsse aber weiter konkretisiert und vor allem umgesetzt werden. "Gerade die Umsetzung wird Aufschluss darüber geben, wie ernst der nordkoreanische Diktator es mit dem Abkommen meint", so Hardt. Erst wenn das Abkommen vollständig umgesetzt und der Weg zu einem umfassenden Frieden geebnet werde, lasse sich sagen, ob dieses Treffen tatsächlich als "historisch" einzustufen sein werde.

Auch Grünen-Fraktionsvize Agnieszka Brugger hofft auf positive Effekte durch den Gipfel. "Wenn es gelingt Nordkorea zur Aufgabe seines Nuklearprogramms zu bewegen, wäre das ein wichtiger diplomatischer Schritt der Deeskalation", sagte sie. Es müsse sich aber zeigen, welche Halbwertszeit die Vereinbarung haben werde, fügte sie hinzu. "Donald Trump hat in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass er wichtige internationale Verhandlungen leichtfertig mit ein paar Tweets ganz schnell zunichtemachen kann." AfD-Vize Georg Pazderski lobte Trumps Bemühungen. "Die in Singapur vereinbarte Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel ist ein historischer Meilenstein", sagte er. Sie zeige, dass eine klare Politik zugunsten des eigenes Landes auch für die Welt insgesamt zu positiven Ergebnissen führen könne. Pazderski warf Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) vor, Trump zu unterschätzen. Der AfD-Politiker forderte die Bundesregierung auf, "sich unvoreingenommen mit Donald Trump und seiner Agenda für den Weltfrieden zu befassen und sich klar und offen für deutsche Interessen einzusetzen, statt sich hinter anderen Ländern zu verstecken".

Nordkorea-Experten: Arbeit für Trump und Kim beginnt erst noch

Der Nordkorea-Experte der Friedrich-Naumann-Stiftung, Lars-André Richter, hat sich erfreut darüber geäußert, dass das Treffen zwischen Nordkoreas Machthaber Kim Jong-un und US-Präsident Donald Trump tatsächlich stattgefunden hat. "Niemand hat das Gespräch abgebrochen, keiner hat dem anderen einen Gesichtsverlust beigebracht. Damit ist erst einmal ein wichtiges Etappenziel erreicht", sagte er der "Bild".

Die eigentliche Arbeit beginne jetzt aber erst noch. "Trump hat erkannt, dass er sich mit diesem Thema profilieren kann. Er scheint da viel Energie hineinzustecken, aber er handelt natürlich auch aus innenpolitischen Gründen - im November stehen die Midterm-Wahlen in den USA an", führte Richter aus.

Der Nordkorea-Experte der Bertelsmann-Stiftung, Bernhard Bartsch, attestierte Trump und Kim einen "politischen Erfolg". Trump könne sich jetzt seiner Gefolgschaft als großer Diplomat präsentieren und "Kim ist auf dem internationalen Parkett wieder gesellschaftsfähig", sagte Bartsch. Kims Bekenntnis, die koreanische Halbinsel zu denuklearisieren, sei ein Schritt in die richtige Richtung, aber letztlich wertlos, solange konkrete Bedingungen oder Zeitpläne fehlten, so Bartsch.

"In der Vergangenheit hat sich Nordkorea immer wieder zu Abrüstung bekannt, in der Realität aber stets aufgerüstet. Solange es keine Details gibt, lässt sich auch nicht beurteilen, welche Seite zu welchen wirklichen Zugeständnissen bereit sein müsste oder was der Deal kostet", erklärte der Experte. Bartsch bezeichnete Trump als "bequemen US-Präsidenten", weil er keinerlei Anstalten mache, Kim zu Reformen in seinem eigenen Land zu drängen.

"Dass vor genau einem Jahr der in nordkoreanischer Haft malträtierte US-Amerikaner Otto Warmbier im Koma in die USA überstellt wurde, wo er wenig später starb, spielt für Trump offenbar keine Rolle mehr."

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