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Türkei hält Währungskrise für überwunden und will mehr Kooperation

Ankara | Die Türkei glaubt, dass sie die Währungskrise überwunden hat, und setzt jetzt auf eine Vertiefung der Beziehungen zu Europa und zu Deutschland. Man wolle die Zollunion mit der EU ausbauen und gemeinsam mit Berlin gegen den Protektionismus vorgehen, schreibt der türkische Finanzminister Berat Albayrak in einem Gastbeitrag für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (Donnerstagausgabe). Die Zollunion müsse neben Industriegütern künftig auch Dienstleistungen, das öffentliche Beschaffungswesen und Agrarprodukte umfassen, forderte Albayrak.

Im August habe es einen "Währungsschock" gegeben, weil die Vereinigten Staaten die Türkei "auf die Zielscheibe" gesetzt hätten. Die Folgen seien aber nicht existenzbedrohlich: "Die Kursschwankungen hat die türkische Regierung erfolgreich gemeistert." Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) habe sich solidarisch erklärt und dadurch gezeigt, dass der Kursverfall der Lira keine primär wirtschaftlichen Gründe habe.

"Wir halten viel von Deutschland", versicherte Albayrak, der ein Schwiegersohn von Präsident Recep Tayyip Erdogan ist. Der Staatschef kommt am 28. September nach Berlin, der Minister trifft bereits an diesem Freitag mit Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) und Wirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) zusammen. Um die Türkei weiter zu festigen, kündigte Albayrak in der FAZ ein "Mittelfristiges Programm" an.

Dieses will er an diesem Donnerstag auch in Ankara vorstellen. In den kommenden drei Jahren werde man die Inflation bekämpfen, das Leistungsbilanzdefizit senken, den Bankensektor stärken und solide öffentlichen Finanzen garantieren. Durch Sparmaßnahmen werde man das Haushaltsdefizit unterhalb von 2 Prozent halten.

Um die Importabhängigkeit zu verringern, will Ankara die erneuerbaren Energien in der Heimat ausbauen. Erstmals arbeiteten jetzt alle Ministerien und staatlichen Einrichtungen zusammen, "um dem öffentlichen Sektor eine Dynamik zu bescheren, welche die der Märkte übertrifft", versicherte der Minister in der FAZ Das neue Präsidialsystem mit Erdogan an der Spitze mache "das Regieren effektiver und schneller." Gleichzeitig verwies Albayrak auf die Stabilität der türkischen Banken mit hoher Eigenkapitalausstattung und wenigen faulen Krediten. Die Türkei bleibe eine offene exportorientierte Volkswirtschaft, versprach der Minister: "Das Programm wird dazu beitragen, das Vertrauen globaler Investoren in die türkische Wirtschaft zurückzugewinnen."

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