Politik Nachrichten Politik Welt

Zentralrat der Jesiden: Noch 1.000 Frauen in IS-Gefangenschaft

Berlin | Rund 1.000 Frauen sollen noch immer Gefangenschaft der Terrororganisation "Islamischer Staat" sein. Das sagte Irfan Ortac, Vorsitzender des Zentralrates der Jesiden in Deutschland, der "Heilbronner Stimme" (Samstag). "Sie werden versklavt und missbraucht.

Insgesamt sind noch knapp 2600 Jesiden verschollen." Ortac sagte weiter: "Wir haben Kontakt zu Jesiden, die in Syrien in IS-Gefangenschaft sind. Sie berichten wiederum, dass sie Kontakt zu Gefangenen im Irak haben. Auch dort hält der IS noch Stellungen und bildet unsere jungen Männer, die jetzt 17 oder 18 Jahre alt sind, und noch Kinder waren, als sie entführt wurden, zu Selbstmordattentätern aus."

Der IS stelle immer noch eine Bedrohung dar. "Mancher sagt, der IS sei geschlagen. Aber dem ist nicht so. Der IS ist zurückgedrängt, aber nicht besiegt." Zur Frage, ob Jesiden in ihre Heimat zurückkehren können, sagte Ortac: "Wir hoffen sehr, dass Jesiden ihre Heimat wieder aufbauen können. Dazu brauchen wir eine Art Masterplan und bieten dazu als Zentralrat der Eziden in Deutschland (ZED) auch sehr gerne unsere Expertise an." Ortac nennt in seinem Masterplan drei Voraussetzungen für eine Rückkehr: "Vor allem drei Voraussetzungen müssten geschaffen werden: 1. Sicherheit. Die Menschen müssten sich wieder sicher fühlen können. Zurzeit herrschen in der Region schiitische Milizen. Das bietet kein Gefühl von Sicherheit für die Jesiden. Jesiden müssten die Sicherheitsstruktur mit ausländischer Hilfe selber aufbauen.

Jesiden müssten für die Sicherheit von Jesiden zuständig sein. 2. Der Wiederaufbau müsste zusammen mit Jesiden geleistet werden, mit jesidischen Handwerkern, Dienstleistern. Entwicklungshilfe darf nicht in Projekten in den Lagern versickern. Jesiden waren in ihrer Heimat überwiegend Landwirte. Dazu gab es natürlich viele Gewerke und Dienstleistungen. Im Moment fließen zwar Hilfsgelder, Schulen werden renoviert, aber die Aufträge gehen an andere, an Kurden zum Beispiel. Nun sind die Schulen zwar wieder nutzbar, aber es fehlt an Lehrern - auch wegen der unsicheren Lage dort. 3. Wenn es möglich wäre, einen Lohn zu erwirtschaften, der den Lebensunterhalt gewährleistet, dann kämen sicher viele wieder zurück."

Zurück zur Rubrik Politik Welt

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Politik Welt

Wien | Nach der Aufkündigung der Regierungszusammenarbeit mit der FPÖ durch Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hat der österreichische Innenminister Herbert Kickl der ÖVP Wortbruch vorgeworfen. "Es geht Bundeskanzler Kurz und der ÖVP nur um die Macht. Offenbar auch um den Preis der Sprengung einer Regierung, die in der Bevölkerung die höchste Anerkennung für ihre Arbeit seit vielen Jahren hat", schreibt Kickl auf Facebook.

Wien | Der österreichische Ex-Kanzler Christian Kern (SPÖ) rät dem derzeitigen Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) zum Rücktritt. "Er sollte es mir gleichtun und den Weg frei machen für einen Neubeginn", sagte Kern der "Welt" (Montagsausgabe). Kurz werde sich mit der Frage des Rücktritts beschäftigen müssen, wenn er seine Verantwortung ernst nehme, sagte der Ex-Kanzler.

oestereich_pixabay_19052019

Wien | Die vorgezogenen Parlamentswahlen in Österreich sollen Anfang September stattfinden. Er plädiere für Neuwahlen im September, "wenn möglich zu Beginn des Septembers", sagte Österreichs Bundespräsident Alexander Van der Bellen am Sonntagmittag in Wien. Er habe sein Vertrauen in Teile der Bundesregierung verloren und sei sich mit Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) über die Notwendigkeit von Neuwahlen einig.

icons_sm_12092015w

(ruht aktuell)     |     Twitter     |     RSS

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >

Kölner Karneval

karneval_Koeln_20012019

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >