Düsseldorf | Die SPD-Landtagsfraktion will beim Wohnraummangel für Studenten neue Wege gehen. So sollen ungenutzte Gebäude des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) für studentisches Wohnen umfunktioniert werden, wie der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Jochen Ott forderte.

Angesichts des doppelten Abiturjahrganges und dem dadurch befürchteten Andrang auf die Hochschulen im kommenden Jahr könnten Studenten auch in ehemaligen Polizeiwachen oder leerstehende Behörden unterkommen. Die derzeitige Situation erfordere „kreative Lösungen“. Der BLB hat laut Ott bereits eine erste Bestandsaufnahme gemacht und 15 freie Objekte in NRW identifiziert. Infrage kämen allerdings nur Gebäude, die in einem guten Zustand seien. „Das darf nicht unsicher sein. Es geht nicht darum, die letzten Baracken zu nehmen“, sagte der SPD-Politiker. Vorstellbar sei zudem auch, Studenten für eine Übergangszeit in Containern wohnen zu lassen. Von den Studentenvertretungen forderte Ott darüber hinaus eigene „kreative Vorschläge“, wie Studierende in den großen Uni-Städten untergebracht werden könnten.

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Autor: dapd

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