Sport Fußball

1. Bundesliga: Entfesselte Bayern gewinnen gegen Dortmund

München | Eine knappe Woche nach dem Rauswurf von Trainer Niko Kovac haben die Bayern mit einem 4:0 gegen Borussia Dortmund wieder einen entfesselten Auftritt hingelegt. Robert Lewandowski eröffnete den Torreigen in der 17. Minute, richtig ab ging es aber erst in der zweiten Halbzeit. Serge Gnabry traf in der 47. Minute, Robert Lewandowski legte in der 76. Minute nach, und als ob das noch nicht bitter genug für den BVB gewesen wäre war Dortmunds Mats Hummels in der 80. Minute auch noch für ein Eigentor verantwortlich. Nach dem 12. Spieltag rücken die Bayern in der Tabelle damit auf Rang drei, Dortmund ist auf Platz fünf. Die Münchner Arena war ausverkauft, 75.000 Fans im Stadion.

Bayern-Interimscoach Flick: "Es gibt keine Absprache"

FC-Bayern-Interimscoach Hansi Flick ist angeblich selbst ahnungslos, wie lange er womöglich noch als Cheftrainer eingesetzt wird. "Es gibt keine Absprache", sagte Flick am Samstagabend nach dem 4:0-Sieg gegen Borussia Dortmund. Die Vereinsführung habe ihn gefragt, ob er die beiden Spiele - gegen Olympiakos Piräus und gegen den BVB - leiten könne und dies habe er getan.

"Ich habe einen Arbeitsvertrag als Assistenztrainer bis 2021, was soll ich mir da Gedanken machen?", sagte Flick. "Von daher erwarte ich auch gar nichts." Erst letzten Sonntag hatte der FC Bayern die Trennung von Niko Kovac bekanntgegeben, einen Tag nach einer peinlichen 1:5-Pleite gegen Eintracht Frankfurt. Danach hatten die Bayern unter Flicks Leitung schon 2:0 gegen Olympiakos gewonnen, richtig entfesselt zeigten sie sich aber am Samstag gegen Borussia Dortmund.

Mainz verliert gegen Union - Leipzig Tabellenzweiter

Am zwölften Spieltag der 1. Fußball-Bundesliga hat Mainz zu Hause gegen Union Berlin 2:3 verloren und rutscht damit auf den Relegationsplatz, während sich der Aufsteiger auf Tabellenplatz elf stabilisiert. Den Einstieg schenkte Mainz der Union mit einem Eigentor von Daniel Brosinski in der 30. Minute. Berlins Sebastian Andersson legte zweimal nach (45.+3 und 51. Minute).

Der eingewechselte Karim Onisiwo (81.) und Daniel Brosinski (90. +4 Minuten) konnten für Mainz nur noch anschließen. Hertha verlor unterdessen das Heimspiel gegen RB Leipzig mit 2:4, durch den Sieg kletterte Leipzig vorerst auf Tabellenplatz zwei. In der 32. Minute erzielte Maximilian Mittelstädt zunächst das Führungstor für die Hausherren.

Dilrosun hatte einen weiten Einwurf von Mittelstädt aus der eigenen Hälfte zu seinem Teamkollegen Lukebakio weitergeleitet, der wiederum den aufgerückten Mittelstädt bediente. Dieser ließ mit einer kleinen Körpertäuschung noch einen Gegenspieler stehen und knallte das Leder dann aus knapp 20 Metern ins untere linke Eck. Wenig später gelang Timo Werner in der 38. Minute der Ausgleichstreffer für Leipzig durch einen verwandelten Elfmeter.

Zuvor hatte Herthas Verteidiger Rekik den Ball im eigenen Strafraum nach einer Flanke aus kurzer Distanz von Leipzigs Verteidiger Nordi Mukiele leicht mit die Hand berührt, weswegen der Schiedsrichter Sören Storks zur 38. Minute auf den Punktzeigte. In der ersten Minute der Nachspielzeit der ersten Hälfte erzielte Marcel Sabitzer dann das Führungstor für RB und drehte damit die Partie. Leipzigs Mittelfeldspieler Emil Forsberg hatte seinen Teamkollegen Yussuf Poulsen auf die Reise geschickt, der sich jedoch fest rannte.

Stattdessen legte er das Leder für den Leipziger Mittelfeldspieler Marcel Sabitzer zurück, der aus 23 Metern einfach mal abzog. Der eigentlich ungefährliche Schuss wurde noch von Herthas Verteidiger Rekik unhaltbar abgefälscht und schlug im Tor ein. Kevin Kampl (86.) und nochmal Timo Werner (90.+1 Minute) legten gegen Ende weiter nach, Herthas Davie Selke erzielt noch einen Anschlusstreffer (90.+2 Minuten). Die weiteren Ergebnisse vom Samstagnachmittag: FC Schalke 04 - Fortuna Düsseldorf 3:3 und SC Paderborn 07 - FC Augsburg 0:1.

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