Sport Fußball

Müller rechnet mit Löw ab

München | Thomas Müller hat nach seinem überraschenden Aus in der Fußball-Nationalmannschaft mit dem DFB und Bundestrainer Joachim Löw abgerechnet. Je länger er darüber nachdenke, mache ihn "die Art und Weise, wie das Ganze abgelaufen ist, einfach sauer", sagte Müller in einer Videobotschaft, die er am Mittwochabend über seine Social-Media-Kanäle verbreitete. Er sei von der plötzlichen Entscheidung des Bundestrainers "perplex" gewesen.

"Kein Verständnis habe ich vor allem für diese suggerierte Endgültigkeit der Entscheidung", fügte Müller hinzu. "Mats, Jerome und ich sind immer noch in der Lage, auf Top-Niveau Fußball zu spielen", sagte er über sich und seine ebenfalls aussortierten Bayern-Kollegen Jerome Boateng und Mats Hummels. "Wir haben gemeinsam mit dem DFB einen langen, intensiven und meist auch erfolgreichen Weg bestritten in den letzten Jahren."

Besonders verärgert zeigte Müller sich über die Kommunikation des DFB in der Angelegenheit: "Und wenn dann, kurz nachdem wir von der Entscheidung des Bundestrainers erfahren, vorgefertigte Statements vonseiten des DFB und des DFB-Präsidenten an die Presse herausgegeben werden, dann ist das aus meiner Sicht kein guter Stil und hat mit Wertschätzung auch nichts zu tun", sagte er. Er sei immer Stolz gewesen, das DFB-Trikot zu tragen, fügte Müller an die Fans gerichtet hinzu. Zuvor hatte bereits die Spitze des FC Bayern den Zeitpunkt der Ausmusterung von Müller, Boateng und Hummels kritisiert.

"Das letzte Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft fand am 19. November 2018 statt. Dass die Spieler und die Öffentlichkeit rund dreieinhalb Monate später unmittelbar vor richtungsweisenden Spielen des FC Bayern am kommenden Samstag im Titelkampf der Bundesliga gegen den VfL Wolfsburg und wenige Tage vor dem entscheidenden Rückspiel im Achtelfinale der Champions League am kommenden Mittwoch gegen den FC Liverpool informiert wurden, irritiert uns", heißt es in einer Stellungnahme von FCB-Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Sportdirektor Hasan Salihamidzic, die am Mittwoch auf der Internetseite des Vereins verbreitet wurde.

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