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Frank Schaefer hat den Klassenerhalt des 1. FC Kölns fest im Blick.

Schaefer: „Ich werde wirklich alles für den Klassenerhalt geben!“

Köln | Die Wolkendecke über dem Rheinenergie-Stadion scheint analog zum derzeitigen Aprilwetter ein wenig aufzubrechen. Frank Schaefer, der neue alte Cheftrainer des 1. FC Kölns, versprach vor dem Auswärtsderby gegen Mönchengladbach am Sonntag (Anstoß 15.30 Uhr) zwar keine Wunder, zeigte sich aber überzeugt davon, dass der Klassenerhalt möglich ist.

Ob Frank Schaefer, der am gestrigen Abend mehr oder weniger überraschend Stale Solbakken als Cheftrainer des FCs ablöste, nun der richtige Mann ist, um den Club in der Bundesliga zu halten, bleibt abzuwarten. Doch seine Worte heute machten deutlich, dass er sich vollkommen dieser Aufgabe verschrieben hat. Nach seinem ersten Training mit der Mannschaft am Vormittag zeigte er sich kämpferisch. Die Mannschaft habe die Qualität für den Klassenerhalt und er sei der richtige Mann, um die erforderlichen Impulse zu setzen – das war der Kern jeder seiner Aussagen. In die Karten könnte dem FC momentan die Tatsache spielen, dass die Mannschaften im Tabellenkeller alle nahe beieinander stehen und jede von ihnen, so Schaefer, mit ihren eigenen Problemen kämpfen müsse. Ziel sei es daher, mit den eigenen Problemen besser umzugehen, als die anderen Mannschaften mit ihren. „Wir dürfen nicht überheblich sein, müssen uns aber auch nicht verstecken“, stellte Schaefer klar.

Zusammenhalt ist das Wichtigste

Pedro Geromel bleibt wohl auch unter Frank Schaefer Mannschaftskapitän. Doch ansonsten möchte der Trainer alles auf Null setzen. Das schließt sowohl Suspendierungen Solbakkens als auch die Disziplinlosigkeit einzelner Spieler mit ein. Allerdings betonte Schaefer, dass dies auch bedeute, dass künftige Verfehlungen sofort hart sanktioniert würden. Priorität sei aber vor allem, den Zusammenhalt sowohl innerhalb der Mannschaft, aber auch zu den Fans zu stärken. Denn in der jetzigen Situation – laut Schaefer der schwierigsten seit vielen Jahren – sei jeder einzelne gefragt: die Spieler, der Trainerstab, die Fans. Man müsse eine Einheit werden. Spielerisch setzt er angesichts der 63 Gegentore auf ein aggressives Verteidigungsspiel, das Schwung in die Mannschaft bringen soll. Es wird spannend, ob Schaefer dies in den nächsten 48 Stunden bis zum Spiel am Sonntag umsetzen kann.

Für den FC geht es im 80. rheinischen Derby um alles, für den Gegner Borussia Mönchengladbach - mit soliden 53 Punkten und Tabellenplatz 4 um die Europa League. Auch die Statistik spricht eher für die Borussia, die von 43 von 79 Partien für sich entscheiden konnte. 21 Mal gingen die Kölner als Sieger vom Platz und 15 endeten unentschieden. Das letzte Mal gewann der FC auswärts 4. Oktober 2008 gegen die Mönchengladbacher.

Horstmann: Schaefer eine Entscheidung für den Klassenerhalt

Die gestrige Entscheidung gegen Stale Solbakken und für Frank Schaefer sei eine Entscheidung für den Klassenerhalt gewesen, erklärte der FC-Geschäftsführer Claus Horstmann heute. Nach dem 4:0-Debakel gegen Mainz sei klar gewesen, dass das Team neue Impulse brauche - und Frank Schaefer kenne die Mannschaft und habe in der vergangenen Saison gezeigt, dass er sie zu Hochleistungen motivieren könne. Obwohl Schaefers Klasse nie infrage gestellt worden sei, habe man vor dem gestrigen Tag keine Gespräche mit ihm geführt, da man bis Mainz mit Nachdruck versucht habe, dass System Solbakken durchzusetzen. Erst am Donnerstag Morgen sei das klare Bild entstanden, dass Frank Schaefer die richtige Entscheidung für die momentane Situation sei. Dies läge vor allem an Schaefers hervorragendem Analysevermögen und seiner klaren Sicht auf die Dinge, so Horstmann. Frank Schaefer hat nach eigener Aussage keine Sekunde gezögert, die Stelle als Cheftrainer anzunehmen. „Ich hätte es mir vor der Stadt, den Fans und dem Club nicht verzeihen können, wenn ich mich der Verantwortung nicht gestellt hätte“, sagte er.

Entlassener Trainer Solbakken hat in Köln gelitten

Der entlassene Stale Solbakken hat dagegen seine Zeit bei den Rheinländern nicht genossen. "Zum ersten Mal war ich so müde, dass ich nicht aufstehen wollte", sagte der 44-Jährige in einem bisher nicht veröffentlichten Interview mit dem norwegischen Fernsehsender NRK bereits in der vergangenen Woche. Die Arbeit bei den "Geißböcken" sei am Ende eine enorme Belastung für ihn und seine Familie gewesen, so Solbakken weiter. "Es war eine schwierige Mannschaft. Wir mussten uns mit verschiedenen Skandalen der Truppe nach 21 Uhr herumschlagen. Das war extrem herausfordernd", so der Norweger.

Derby mit Gewaltpotential

Derweil sich Frank Schaefer mit der Rettung des Vereins befasst, treffen die Bundespolizei und die betroffenen Polizeipräsidien in Mönchengladbach und Köln Vorkehrungen, um einen friedlichen und reibungslosen Ablauf der Partie zu ermöglichen. So gilt ein Glasflaschen- und Pyrotechnikverbot für die betreffenden Bahnanlagen und die zum Spielort führenden Züge in der Zeit von 9 Uhr bis 16 Uhr. Auch die Fanbetreuer des Fanprojekt Mönchengladbach und des Fan-Projekt 1. FC Köln sprechen sich offen für Rivalität, aber gegen Gewalt aus.

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