Sport Handball

Gummersbach schlägt Göppingen

Gummersbach | Was für Leistung, was für eine Steigerung. Der VfL feierte heute trotz personeller Probleme nach seiner Krise so etwas wie seine sportliche Wiederauferstehung. Ohne Pevnov, Becker und Schindler überzeugte die Mannschaft auf der ganzen Linie und gewann hochverdient gegen den Favoriten aus Göppingen. Nach einer fast perfekten zweiten Halbzeit lagen sich die VfL-Spieler in den Armen und für die 3.456 Fans in der SCHWALBE arena gab es auch kein Halten mehr. Dabei hatten sich die Gäste nach dem Pausentee noch einmal einiges vorgenommen und machten dem VfL zunächst das Leben schwer. Zarko Sesum traf gleich zweimal aus dem Rückraum und verkürzte auf zwei Treffer, ehe Raul Santos vom Kreis mit dem 16:13 (34.) den alten Abstand wiederherstellte. Dennoch sollte es in den nächsten Minuten noch einmal spannend werden. VfL Gummersbach – Frisch Auf! Göppingen 31:27 (14:11).

Zunächst schossen Kühn, der mit acht Toren der erfolgreichste Werfer auf dem Feld war, und Santos vom Siebenmeterpunkt wieder einen Vier-Tore-Vorsprung heraus (18:14), ehe sich der VfL die einzige kurze Schwächephase in der Partie leistete. National-Kreisläufer Manuel Späth traf doppelt, und als Florian von Gruchalla freistehend eine Riesenchance im Gegenstoß ausließ, kam Göppingen durch Kneule und Fontaine zum 19:19-Ausgleich. Wer jetzt aber glaubte, der VfL würde nach den letzten Misserfolgen wieder nervös, sah sich getäuscht. Ganz im Gegenteil: Die Blau-weißen zeigten eine überragende Reaktion. Mark Bult, der eines seiner besten Spiel seit Langem machte, mit zwei Rückraumgranaten und Julius Kühn machten aus dem 19:19 ein 22:19 und rissen die Besucher aus ihren Sitzen. Zwei Minuten später traf dann auch Aushilfs-Kreisläufer Andreas Schröder zum ersten Mal von seiner neuen Position, und mit dem 24:20 stellte erneut Bult die Weichen auf Sieg.
Frisch Auf! hatten nun gegen die VfL-Power nichts mehr entgegenzusetzen, und beim VfL klappt nun fast alles. Kühn sprühte weiter vor Spiel- und Wurflaune, Santos und Tobias Schröter gaben Göppingen den Rest. Eines der Tores des Abends erzielten dann auch noch Andreas Schröder mit einem Rückhandwurf mit dem Rücken zum Tor vom Kreis zum 29:25 (57.). Die letzten beiden VfL-Tore gingen schon im Jubel unter, und nach dem Schlusspfiff hielt Matthias Puhle auch noch einen Siebenmeter von Michael Kraus. Puhle kam nach 40 Minuten in die Partie und hatte mit fünf starken Paraden einen großen Anteil am Erfolg.
Bereits in der ersten Halbzeit, ab der ersten Sekunde, merkte man, dass da wieder eine ganz andere VfL-Mannschaft auf der Platte steht. Engagiert, kompakt, motiviert und mit einer positiven Körpersprache präsentierte sich der VfL bei der Operation Wiedergutmachung. Mark Bult fasste sich bereits nach wenigen Sekunden ein Herz und traf zum 1:0. Auf der anderen Seite präsentierte sich auch die VfL-Deckung nach dem Totalausfall am Mittwoch wie verwandelt. Von Beginn an standen sie kompakt, attackierten die Gegner sofort, klatschten sich nach jeder gelungenen Aktion ab und kauften dem Gast so den Schneid ab. Als dann auch noch Carsten Lichtlein, der in der ersten Halbzeit mit sechs wichtigen Paraden einen weiteren Unterschied ausmachte, zur Stelle war, lief es richtig rund. Mit dem 5:1 durch Simon Ernst (6.) war die SCHWALBE arena endgültig auf Touren und der VfL voll in der Partie.
Mit dieser Führung im Rücken blieb der VfL am Drücker und zwang Göppingen durch die aggressiven Deckungsaktionen auch immer wieder zu Fehlern und kam auf dieses Art und Weise auch endlich mal wieder zu einfachen Treffern durch Gegenstöße, die in den letzten Wochen Mangelware waren. Hinzu kam, dass die Rückraumachse mit Kühn, Ernst und Bult wahrscheinlich gemeinsam ihr bestes Saisonspiel machte und zusammen auf 20 Tore kamen. Folglich konnten sie bis zum 14:10 kurz vor dem Wechsel den Vorsprung halten, und kassierten erst mit dem Schlusspfiff noch das etwas unglückliche 14:11. 

Zurück zur Rubrik Handball

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Handball

handball-symbol

Köln | Die aktuelle Saison der 1. und 2. Handball-Bundesliga (HBL) wird wegen der Coronakrise abgebrochen. Die Entscheidung für den Abbruch hätten die 36 Profiklubs im Umlaufverfahren mit "sehr deutlicher Mehrheit" getroffen, teilte die Liga am Dienstag mit. Die Mitgliederentscheidung für den Abbruch macht demnach den Weg frei für die Bewertung der vorzeitig beendeten Spielzeit durch das achtköpfige Präsidium der Handball-Bundesliga.

Gummersbach | Am 14. Spieltag der 2. HBL hat der VfL Gummersbach seinen sechsten Heimsieg in Folge eingefahren und bleibt damit in der Gummersbacher arena weiterhin ungeschlagen. Gegen den HC Elbflorenz 2006 gewannen die Oberbergischen nach einem hart umkämpften Spiel mit 31:27 (13:12). Vor 2.610 Zuschauern präsentierten sich die Gummersbacher in der Anfangsphase noch zu vorsichtig, übernahmen dann aber im zweiten Durchgang mit der nötigen Bissigkeit die Spielkontrolle. Dabei hatten sie es mit den Dresdenern mit einem robusten Gegner zu tun, der die Hausherren bis zuletzt forderte.

Gummersbach | Am neunten Spieltag der 2. Handball-Bundesliga hat der VfL Gummersbach den fünften Saisonsieg eingefahren und bleibt zu Hause weiterhin ungeschlagen. Gegen die HSG Krefeld gewann das Team von Trainer Torge Greve deutlich mit 29:16 (16:7). In der Tabelle positioniert sich der VfL mit drei Zählern Rückstand auf die Aufstiegsplätze auf dem fünften Platz.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >