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Olympia: Rio geht zu Ende - die Ergebnisse des letzten Wettkampftages

Rio de Janeiro | Die deutschen Handballer konnten eine Bronzemedaille erringen. Heute enden die Olympischen Spiele in Rio de Janeiro mit der Abschlussfeier.

Deutsche Handballer gewinnen Olympia-Bronze

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro haben die deutschen Handballer das "kleine Finale" gegen Polen mit 31:25 gewonnen und damit noch Bronze erreicht. Das Finale spielen am Abend Frankreich und Dänemark aus. Für den deutschen Handballbund ist es die erste Olympiamedaille seit Silber in Athen 2004.--- --- ---

Kenianer Eliud Kipchoge gewinnt Marathon in Rio

Eliud Kipchoge hat den Marathon bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewonnen. Der Kenianer absolvierte die 42,195 Kilometer lange Distanz in 2 Stunden, 8 Minuten und 44 Sekunden und gewann damit Gold. Der in Berlin 2014 mit 02:02:57 aufgestellte Weltrekord blieb damit unangetastet.

Feyisa Lilesa aus Äthiopien lief mit einer Minute und zehn Sekunden Abstand auf den Silber-Rang, der US-Amerikaner Galen Rupp gewann elf Sekunden später Bronze. Die beiden deutschen Teilnehmer landeten auf dem 55. und 71. Rang des Teilnehmerfeldes von rund 150 Läufern. Philipp Pflieger kam 10 Minuten und 12 Sekunden nach dem Olympiasieger ins Ziel, Julian Flügel 12 Minuten und drei Sekunden.

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Olympia: Gold für Speerwerfer Thomas Röhler

Thomas Röhler hat in der Nacht beim Speerwerfen eine weitere Gold-Medaille für Deutschland geholt. Mit 90,30 Metern erzielte der 24-Jährige für die deutschen Leichtathleten zum Abschluss der Spiele die dritte Medaille. Die Silber-Medaille ging an den Kenianer Julius Yego aus Kenia (88,24 Meter), Bronze an Keshorn Walcott aus Trinidad und Tobago (85,38 Meter).

"Ich hatte schon beim Aufstehen ein super Gefühl. Es war ein super Jahr – das ist die Krönung", sagte Röhler danach in der ARD. Für Deutschland ist es der erste Olympia-Sieg in dieser Disziplin seit 44 Jahren.

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Schwimmer Heintz attackiert Verband in scharfen Worten

Philip Heintz hat nach dem erfolglosen Abschneiden der deutschen Schwimmer bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro heftige Kritik am deutschen Verband (DSV) geäußert. Im Interview mit der "Welt am Sonntag" beklagte der 25-Jährige eine unzureichende Unterstützung: "Die ersten drei Plätze gehen bei Olympia in den meisten Fällen an Vollprofis. Die trainieren 30 Stunden in der Woche und machen sonst nichts. Wir hatten nur zwei Profis im Team." Es sei für die deutschen Schwimmer, als trete ein "Kreisligist gegen einen Champions-League-Teilnehmer an. Keine Chance."

Heintz, der als Sechster über 200 Meter Lagen noch für eines der besseren DSV-Resultate gesorgt hatte, kritisierte außerdem das knappe finanzielle Budget, das Athleten wie ihm zur Verfügung stehe. "Wer wird denn für 700 Euro im Monat Vollprofi", fragt er mit Blick auf die Unterstützung durch die Stiftung Deutsche Sporthilfe: "Davon kannst du nicht mal Miete und Essen zahlen." Laut Heintz müsse man jedoch "vier bis sechs Jahre Profi sein", um bei Olympia eine Medaille gewinnen zu können.

Heintz, der in Rio in 1:57.48 Minuten einen Deutschen Rekord aufstellte, forderte eine grundlegende Änderung der Förderstruktur. "Mir tut dieses System weh - ich dachte immer, wir sind eine Sportnation. Aber da wir mit diesem System nicht weiterkommen, muss man sich selbst kümmern."

Der gebürtige Mannheimer schlägt eine Umwandlung des Perspektiv- in ein Profiteams von "zehn bis 15 Sportlern" vor: "Es muss dann sichergestellt sein, dass ihr Grundeinkommen bei 1500 bis 2000 Euro im Monat liegt. Dann kannst du dir vernünftiges Essen kaufen, deine Miete zahlen und vielleicht ein kleines Bisschen auf die Seite legen." Die Finanzierung könnten laut Heintz Sponsoren aus der Wirtschaft übernehmen: "Dann heißt das Team eben nach dem Sponsor, wie im Radsport oder Triathlon. Dadurch hätten wir statt drei vielleicht acht Medaillenkandidaten in Tokio." Ob er selber bis dahin weitermache, weiß Heintz noch nicht: "Ich bin jetzt 25, ich werde mir nicht noch einmal vier Jahre den Arsch aufreißen, um dann bei Olympia wieder nur im Finale zu stehen. Sondern dann ist klar: Ich will eine Medaille in der Hand halten. Und das geht nur als Profi."

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Deutschland verliert olympisches Fußball-Herren-Finale

Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro hat die deutsche Fußball-Herren-Auswahl das Finale gegen Brasilien im Elfmeterschießen mit 4:5 verloren und damit nur Silber gewonnen - Gold geht an das Gastgeberland. Nach 90 und nach 120 Minuten hatte es 1:1 gestanden. In der ersten Halbzeit hatte das deutsche Team zwar die besseren Chancen, Bender und Brandt hämmerten den Ball aber immer nur an die Latte.

Die Brasilianer konnten einerseits nur knapp ein Eigentor verhindern, hatten aber auch Neymar, der in der 27. Minute einen Freistoß direkt und unhaltbar verwandelte. Die Deutschen ließen sich vom Rückstand sichtlich nicht einschüchtern und konnten in der 59. Minute durch Max Meyer ausgleichen. Jeremy Toljan hatten den Ball zuvor in den Sechzehner gebracht, von wo aus der Kapitän aus 13 Metern flach ins lange Eck traf.

Gleichzeitig wurden aber auch die Brasilianer immer angriffslustiger und extrem torgefährlich. Die letzten Minuten der regulären Spielzeit spielten sich fast nur noch vor dem deutschen Tor ab, die Brasilianer schienen mehr Puste zu haben und gingen so in die Verlängerung. In dieser ließen aber auch bei den Olympia-Gastgebern die Kräfte nach, sodass es bis zur letzten Minute eine packende Partie blieb, wenn auch ohne weitere Tore, sodass das Elfmeterschießen die Entscheidung zugunsten Brasiliens brachte.

Nils Petersen schoss den Ball als fünfter und letzter deutsche Torschütze direkt in die Arme des brasilianischen Keepers, sodass Neymar anschließend den goldenen Schuss zum Olympiatitel vollenden konnte. 1976 hatte mit der DDR-Nationalmannschaft zum ersten und nach wie vor einzigen Mal eine deutsche Mannschaft eine Goldmedaille im olympischen Fußball gewonnen, Brasilien bislang noch nie.

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