Sport Leistungssport

laeufer2010

Sporthilfe-Chef Ilgner kritisiert deutschen Leistungssport

Berlin | Michael Ilgner, Vorstandschef der Deutschen Sporthilfe, sieht große Herausforderungen auf den deutschen Leistungssport zukommen.

Die vom "Deutschen Olympischen Sportbund" (DOSB) angeschobene Strukturreform sei zwingend notwendig, "weil nämlich der deutsche Leistungssport, so wie er derzeit aufgestellt ist, nicht mehr durch den TÜV kommt", sagte Ilgner im Gespräch mit der "Süddeutschen Zeitung" (Montagsausgabe). Während sich der DOSB zuletzt vorwiegend mit personellen und machtpolitischen Fragen beschäftigt habe, hätten sich andere Länder verstärkt auf ihre starken Sportarten konzentriert.

"Wir hingegen haben eine unheimliche Vielfalt in unserer Sportlandschaft", so Ilgner. Er glaube, dass es richtig sei, diese Vielfalt zu fördern. "Aber die Vielfalt", sagte der 43-Jährige, "darf nicht Argument dafür sein, sich vor Entscheidungen zu drücken."

Man dürfe auf keinen Fall weitermachen wie bisher, "sonst werden wir in zehn Jahren ganz böse Überraschungen bekommen", so der Vorstandschef weiter. Wenn man die Ergebnislisten von Nachwuchs-Weltmeisterschaften studiere, sei das aus deutscher Sicht "zum Teil erschreckend - und hier gewinnt oder verliert der deutsche Leistungssport seine Zukunft". Der 43-Jährige plädierte für neue Ideen und neue Wege der Absicherung für Spitzensportler.

Die würden sich oft aus finanziellen Gründen den Sportfördergruppen bei Bund und Polizei anschließen, obwohl das nicht ihrem Berufswunsch entspreche. "Diese Sportfördergruppen sind wichtig", sagte Ilgner, ergänzt aber: "Wir brauchen ein System, in dem wir jungen Menschen die Möglichkeit geben, sich im internationalen Vergleich nach oben zu arbeiten." Zum Beispiel auch mit der Hilfe von Stipendien der Deutschen Sporthilfe.

Die deutsche Bewerbung für Sommerspiele 2024 begrüßte der einstige Olympia-Teilnehmer im Wasserball: "Die Konzepte von Berlin und Hamburg stehen beide für eine neue Form von Ausrichtung, die der olympischen Bewegung jetzt mal gut tun würde." Dass ein Zuschlag für 2014 derzeit eher als unrealistisch gilt, weil im selben Jahr in Deutschland vermutlich die Fußball-Europameisterschaft stattfindet, halte Ilgner für kein Hindernis. "Keiner hätte doch gedacht, dass die Spiele 2016 nach Rio gehen. Und wenn es 2024 nicht klappt", sagte er, "braucht eben auch ein deutscher Kandidat einen langen Atem."

Zurück zur Rubrik Leistungssport

Zurück zur Startseite

Weitere Nachrichten aus Leistungssport

laeufer2010

Köln | Einige werden die Spiele noch als "Universiade" kennen, jetzt heißen sie FISU World University Games. Die Spiele sind die international drittgrößte Sportveranstaltung nach den Olympischen Spielen und den Paralympics. Sie finden 2025 in den NRW Städten Bochum, Duisburg, Düsseldorf, Essen und Mülheim an der Ruhr statt.

Tokio | Die ursprünglich schon für letztes Jahr geplanten Olympischen Sommerspiele in Japan sollen dieses Jahr und wegen der Coronapandemie ohne ausländische Zuschauer stattfinden. Das IOC habe diese Entscheidung Japans akzeptiert, meldeten japanische Medien am Samstag. Japan will aus Sicherheitsgründen keine Olympia-Touristen ins Land lassen.

Brüssel | Biontech will im März vier Millionen Impfstoffdosen mehr an die EU liefern als bisher geplant. Das teilte die EU-Kommission am Mittwoch mit. Damit wolle man das Virus in den Hotspots bekämpfen und den freien Grenzverkehr erleichtern, hieß es.

icons_sm_12092015w

Facebook     |     Twitter     |     RSS

KOMMUNALWAHL 2020

wahlbox

Report-K berichtet intensiv über die Kommunalwahl am 13. September 2020. Hier finden Sie alle Informationen rund um die Kommunalwahl, Interviews mit Kandidatinnen und Kandidaten. 2020 wählt Köln einen neuen Rat, 9 Bezirksvertretungen, den Integrationsrat und eine oder einen Oberbürgermeisterin oder Oberbürgermeister. Hier finden Sie alle Infos zur Kommunalwahl 2020 in NRW >

Kölner Karneval

3_g_10012020klein

Karneval bei report-K

Aktuelles aus dem Kölner Karneval – das ist Karnevalzeitung, die jecke digitale Beilage von Kölns Internetzeitung report-K. Videoreportagen und Sitzungskritiken. In der Karnevalsplauderei finden sich Gespräche mit Musikern, Bands, Rednern, Zwiegesprächen, Traditionskorps, Karnevalsgesellschaften, Tanzgruppen und all denen, die im Kölner Karneval wichtig sind.

Zur jecken Beilage Karnevalzeitung >

Designer*innen-Gespräche

designerinnen_gespraeche300_20012019

Design Parcour Ehrenfeld 2019 im Rahmen der Passagen. 18 Designer und Designer*innen traf report-K, Internetzeitung Köln, zum Gespräch im Video-Livestream.

Designer*innen Gespräche zum Nachsehen >